Felix Baumgartner von

Weg ist frei für das Stratos-Projekt

Der Gerichtsstreit um die Krönung seiner Extremsport-Karriere ist beigelegt worden

Felix Baumgartner - Weg ist frei für das Stratos-Projekt © Bild: Red Bull Photofiles/Aikins

Lichtblick für den von Felix Baumgartner angestrebten Sprung aus der Stratosphäre: Nachdem das Projekt von Red Bull wegen einer Millionenklage in den USA auf Eis gelegt worden war, gab das Unternehmen nun bekannt, dass es zwischen den Parteien zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen ist, so Red Bull in einer Aussendung.

THEMEN:

Baumgartner bereitet sich seit Jahren auf den Sprung vor und hat trotz des drohenden Abbruchs weitertrainiert. Ein Amerikaner hatte Rechte an dem Projekt beansprucht und im Jänner 2010 bei einem kalifornischen Gericht eine Multi-Millionen-Dollar-Klage eingebracht. Red Bull entschloss sich daraufhin, das Stratos-Projekt zunächst abzubrechen.

Der Salzburger Extremsportler hatte geplant, mit einem Ballon 36 Kilometer in die Stratosphäre aufzusteigen und im freien Fall Richtung Erde zu springen. Zum ersten Mal hätte er so Überschallgeschwindigkeit erreicht und gleichzeitig wertvolle wissenschaftliche Daten geliefert.

Lebensgefährliches Projekt
Mehrere Testreihen hatte Baumgartner in den USA bereits absolviert, um sich an sein Equipment zu gewöhnen. Unter anderem unternahm er Bungee-Sprünge in Druckanzug und mit Helm auf einem verlassenen Jahrmarkt-Gelände aus einem in gut 60 Metern Höhe an einem Kran befestigten Korb.

Der Sprung ist gefährlich: Der Salzburger soll eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 1.110 km/h erreichen. Ermöglicht wird die Beschleunigung durch den extrem niedrigen Luftdruck in der Stratosphäre. Allerdings: Ab etwa 18 Kilometer über dem Boden bringt der abfallende Druck durch Dampfblasen das menschliche Blut im Körper sozusagen zum Kochen. Außerdem herrschen Temperaturen von bis zu minus 56,6 Grad und ein niedriger Sauerstoffgehalt - Bedingungen, unter denen ein Mensch nicht überleben kann.