Fekter hält an Asyl-Zentrum fest: Asylauf-
nahme-Quote hat nichts mit Standort zu tun

Asylanträge im Vorjahr um 20 Prozent angestiegen Faymann besteht auf Erstaufnahmezentrum im Süden

Fekter hält an Asyl-Zentrum fest: Asylauf-
nahme-Quote hat nichts mit Standort zu tun © Bild: APA/Schlager

Innenministerin Fekter hält an der Errichtung eines dritten Erstaufnahmezentrums fest. Die Überlegungen ihres SPÖ-Gegenübers Darabos, wonach sich dieses Lager möglicherweise erübrigen würde, wies man im Innenressort entschieden zurück. Denn das Erstaufnahmezentrum habe nichts mit der Asylaufnahme-Quote der Länder zu tun, die im übrigen nur von Wien und Oberösterreich erfüllt werde.

Zudem sei die Zahl der Asylanträge im Vorjahr um über 20 Prozent angestiegen und damit die Notwendigkeit eines dritten Lagers gegeben, so ein Sprecher Fekters. Das Bundesasylamt sei jeden Monat mit rund 1.000 neuen Anträgen konfrontiert.

Bundeskanzler Faymann forderte indes eine verbindliche Volksbefragung bei der Errichtung eines Erstaufnahmezentrums für Asylwerber, egal wo dieses letztendlich errichtet werden soll. Alles andere wäre eine "Frotzelei", sagte er zum "Standard" und der "Kronen Zeitung". Der niederösterreichische Landeshauptmann Pröll drängte unterdessen in der Tageszeitung "Österreich" auf eine rasche Entlastung von Traiskirchen.

Faymann und der "Süden"
Faymann stellte auch fest, dass mit dem Ausdruck "Süden" im Koalitionsabkommen mit der ÖVP Kärnten gemeint war: "Das war mit der ÖVP so besprochen." Druck auf die Regierung machte Pröll. Das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen sei unter den derzeitigen Bedingungen "auf Dauer nicht zu führen". Pröll hat nun die Bezirksverwaltungsbehörde beauftragt, Auflagen zu machen, um die Zahl der Asylwerber zu senken. Er kann sich auch vorstellen, dass die Länder die Kompetenz in der Asylfrage übernehmen.

Die Abwicklung von Anträgen im Erststadium, bevor die Fälle an die Länder verteilt werden, dauere rund ein Monat. Derzeit werden 800 Fälle in Traiskirchen und in Thalham 200 betreut. Diese Lager müssten daher dringend entlastet werden. Beim dritten Zentrum gehe es zudem darum, die Ethnien besser zu trennen, damit es nicht wie in Traiskirchen zu Problemen komme.

(apa/red)

Kommentare

Beantworten Sie mir eine Frage... ...Frau Ministerin. Für was brauchen wir ein drittes Aufnahmelager, wenn nach dem Dubliner Abkommen Asylsuchende im ersten sicheren Land ihren Asylantrag stellen m ü s s e n? Österreich ist von sicheren Drittstaaten der EU umgeben. Warum kommen immer noch - wie Sie sagen 1000 Anträge pro Monat - nach Österreich? Schieben Sie diese Asysuchenden etwa nicht in jene sicheren Dirrstaaten zurück, die sie bei ihrer Flucht durchfahren haben? Das wäre Ihre Pflicht weil Sie bei Ihrem Dienstantritt geschworen haben, die Gesetze der Republik getreulich zu beobachten! Was ist also mit den Rückschiebungen in die von den Asylanten auf Ihrer Flucht nach Österreich durchfahrenen sicheren Drittländern? Natürlich bleiben sie lieber in Österreich, wo Milch und Honig für sie fließen als z.B. in der Slowakei!

Tolle Idee Herr Seehofer, aber ... dann sollen auch mal alle deutschen Manager und Banker
die Milliarden Verluste zurückzahlen, die diese verursacht
haben ... und das nicht nur im eigenen Land!!! Wenn man
Forderungen stellt, dann muss man auch vor der eigenen
Türe den Mist wegräumen!

Zu dem Thema kann ich nur sagen ... toll, dass uns die EU die Grenzen geöffnet hat und
Millionen im Jahr kostet, während wir ein wachsendes
Defizit und mehr Arbeitslosigkeit verzeichnen etc.

Die Verbrechen steigen, Verbrecher aus dem Ausland
gehen täglich auf Einbruchs- bzw. Shoppingtour und
Überfälle sind schon an der Tagesordnung usw.

Was macht Österreich? Wir planen weitere Asyllager,
die keiner in der EU eigentlich braucht, weil wo bitte
ist Krieg in Europa?

Gegen die Arbeitslosigkeit ist man machtlos und es
gibt KEINE Alternativen und Aussichten für die Jugend
und unsere Sozialleistungen und Gesundgeitssysteme
werden ausgenutzt, dass sich die Balken biegen usw.

Traurige Tatsache, dass solche Sachen jemand aufzeigt,
der nicht "nebenberuflich" wie fast 70% unserer Politiker
mit einer mega Gage schlafen geht!

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