Federer in Shanghai mit Fehlstart: Verlor Auftaktmatch gegen Ersatzmann Simon

Mangelnde Spielpraxis nach Rückenproblemen Andy Murray besiegte den Amerikaner Andy Roddick

Federer in Shanghai mit Fehlstart: Verlor Auftaktmatch gegen Ersatzmann Simon © Bild: EPA/Azubel

Der Schweizer Roger Federer hat beim Masters-Cup in Shanghai sein Auftakt-Match wie im vergangenen Jahr verloren. Der topgesetzte Titelverteidiger unterlag in seiner Auftakt-Partie in Gruppe Rot dem französischen Rafael-Nadal-Ersatzmann Simon 6:4,4:6,3:6. Damit findet er sich am Ende der Tabelle, nachdem der Schotte Andy Murray den US-Amerikaner Andy Roddick im zweiten Match dieses Pools 6:4,1:6,6:1 besiegt hat.

Beide muss Federer nun wohl besiegen, um noch das Halbfinale zu erreichen. Bis und mit dem Break zum 2:1 im zweiten Satz nahm alles den erwarteten Gang, Federer kontrollierte die Partie, ohne voll zu forcieren. Nach einem überraschenden Rebreak fand Masters-Cup-Debütant Simon aber immer besser in Spiel und schaffte nach rund eineinhalb Stunden den Satz-Gleichstand.

Im dritten Durchgang wogte die Partie hin und her. Simon gelang das entscheidende Break zum 5:3, nachdem Federer im Game zuvor drei Breakchancen ungenutzt gelassen hatte. Der Außenseiter verwertete nach 2:07 den ersten Matchball mit einem Ass. Damit war das Match eine Neuauflage des ersten Aufeinandertreffens der beiden im Juli beim Masters-Series-Turnier Toronto, als Federer nach klar gewonnenem ersten Satz Simon unterlag, im Head-to-Head steht es nun 2:0 für Simon.

Vergebene Chancen
Für Federer war es die erste Partie nach seinen Rückenproblemen von Paris-Bercy vor zwei Wochen. Gegen Simon kam er mit dem Aufschlag auf nicht einmal 50 Prozent erster Bälle und mit der Vorhand hatte er mit zunehmender Spieldauer eine immer größere Streuung. So vergab er zahlreiche Breakchancen mit weit verzogenen Vorhand-Bällen.

Chance auf den Titel lebt noch
"Es ist das einzige Turnier, bei dem man nach einer Startniederlage noch eine Chance auf den Titel hat", meinte Federer zu seiner Niederlage. "Also bin ich froh, dass es hier passiert ist." Seine vielen unerzwungenen Fehler führte der 27-Jährige auf zu wenig Matchpraxis zurück, lobte aber auch Simon. Der sah im Sieg eine Selbstbestätigung. "Das zeigt mir, dass ich es mit den Besten aufnehmen kann, wenn ich mein bestes Tennis spiele."

Nadal bleibt verletzt
Indes wurde aus Spanien gemeldet, dass der Einsatz von Rafael Nadal im nächstwöchigen Davis-Cup-Finale in Mar del Plata immer unwahrscheinlicher wird. Der Weltranglisten-Erste laboriert an einer Sehnenentzündung im Knie, wegen der er auch seine Teilnahme in Shanghai abgesagt hat. (apa/red)