Federer ist mit der Saison hochzufrieden:
"So etwas wie ein Jahr des Durchbruchs"

Positive Saisonbilanz gegen seine größten Gegner Großes Ziel für 2008 sind die Olympischen Spiele

Roger Federer hat allen Unkenrufen zum Trotz, denen er nach seiner Auftakt-Niederlage gegen Fernando Gonzalez beim Tennis-Masters-Cup in Shanghai ausgesetzt war, sein Jahr mit dem Masters-Triumph würdig abgeschlossen. "Ich habe zwar nicht zehn Titel gewonnen. Trotzdem war es ein fantastisches Jahr für mich. Vor allem am Anfang, als ich in Australien erstmals ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnte", so Federer.

Federer ließ auch eine gewisse Genugtuung erkennen, dass er nach dem Auftakt-Schock noch einen Gang zulegen konnte. "Viele hatten gedacht, der Federer spiele nicht mehr so gut. Ich bin hoch zufrieden damit, wie alles gelaufen ist. Für mich war es sogar so etwas wie ein Jahr des Durchbruchs", überraschte der Schweizer und erklärte dies dann auch genauer: "Ich habe Nadal erstmals auf Sand geschlagen. Ich habe gegen ihn und Novak Djokovic, also meine momentan größten Gegner im Kampf um die Nummer 1, eine positive Saisonbilanz. Das alles stimmt mich sehr positiv."

Nun freut er sich auf die drei Exhibitions gegen Pete Sampras, seinem früheren großen Idol. Schonen wird er den Noch-Grand-Slam-Rekordgewinner aber "sicher nicht", verspricht der Eidgenosse. "Er ist immer noch stark genug. Ich war jedenfalls überrascht, wie gut er immer noch spielt, als wir im Frühling zusammen in Los Angeles trainiert haben." Das Generationenduell gibt es am Dienstag in Seoul, am Donnerstag in Kuala Lumpur und am Samstag in Macao. Die kolportierte Million Dollar pro Exhibition dementierte er lachend, nannte allerdings keine andere Zahl.

Als eines seiner Ziele für 2008 nannte Federer freilich die Olympischen Spiele in Peking. "Ich weiß, dass es ganz hart werden wird. Nicht nur das Turnier selber, sondern auch aus reisetechnischen Gründen. Zuvor sind wir in Wimbledon, dann in den USA, und nach den Spielen geht's zu den US Open. Doch ich werde bereit sein."
(apa/red)