Federer mit Jagd auf 8. Titel en suite vor weiterem Rekord: Bald 30 Mio. $ Preisgeld!

Scharapowa unter Druck: Es gilt Titel zu verteidigen PLUS: So steht's in den aktuellen Weltranglisten!

Der Schweizer Roger Federer macht sich wieder einmal auf die Jagd nach Rekorden, beim heurigen Masters-Series-Auftakt in Indian Wells hat er gleich deren zwei im Visier. Einerseits würde er mit seinem vierten Turniersieg in der kalifornischen Stadt 47 Erfolge en suite aufweisen und damit den Argentinier Guillermo Vilas überholen, zum anderen wäre es es sein achter Titelgewinn in Folge.

Denn beginnend mit den US Open 2006 hat der 25-Jährige auch bei seinen danach folgenden weiteren sechs Events gewonnen, nämlich in Tokio, Madrid, Basel, beim Tennis-Masters-Cup in Shanghai, den Australian Open sowie vergangene Woche beim Millionen-Turnier in Dubai. Acht Turniersiege en suite haben bisher nur zwei Herren erreicht, nämlich der Schwede Björn Borg und der Tscheche Ivan Lendl.

Schon mit einem Semifinal-Einzug würde Federer in den illustren Kreis der Spieler mit 500 Siegen und mehr auf der Tour kommen, die Preisgeldgrenze von 30 Millionen US-Dollar (22,8 Mio. Euro) wird er aber in jedem Fall überspringen. Momentan hält der Eidgenosse bei 29,887.528 Dollar und schickt sich an, noch im Frühjahr am in dieser Reihung hinter Pete Sampras zweitplatzierten Andre Agassi (beide USA) vorbei zu ziehen.

Kommt Federer in Runde vier, könnte es zum 19. Duell mit dem Australier Lleyton Hewitt kommen (11:7 für Federer). Die beiden Turniersieger der vergangenen Woche teilten sich die vergangenen fünf Titel in Indian Wells untereinander auf, vor den drei Federer-Jahren 2004 bis 2006 war Jürgen Melzers Las-Vegas-Bezwinger zweimal siegreich geblieben. Federer wiederum hat in 22 (!) seiner jüngsten 23 Turniere das Finale erreicht.

Seine bisher letzte Niederlage in Indian Wells kassierte Federer 2003 in der zweiten Runde gegen den späteren Finalisten Gustavo Kuerten. Der mittlerweile 30-jährige Brasilianer ist diesmal wieder mit dabei, wie so oft in den vergangenen Wochen wurde sein Comeback mit einer Wild-Card gefördert. Mit Juan Martin del Potro, dem argentinischen Daviscup-Helden beim 4:1 gegen Österreich, hat er aber eine schwierige Auftakt-Hürde.

Scharapowa unter Druck
Bei den Damen steht die topgesetzte Russin Maria Scharapowa trotz der Absenz ihrer Weltranglisten-Rivalinnen Justine Henin und Amelie Mauresmo unter Druck, denn als Titelverteidigerin hat sie bei diesem Turnier bis zum Finale Punkte zu verteidigen. Scheidet sie vor dem Halbfinale aus, würde nach ihrem in Dubai und Doha errungenen Gold-Double die Belgierin Henin wieder die Ranking-Spitze übernehmen.

Während bei den Herren die ATP-Top-Ten geschlossen versammelt sind, fehlen bei den Damen außer Henin und Mauresmo auch die Belgierin Kim Clijsters und die russische Vorjahres-Finalistin Jelena Dementjewa. Clijsters bereitet sich bereits auf den Grand-Slam in Wimbledon vor, Dementjewa musste wegen eines Ermüdungsbruchs an den Rippen passen. Sie könnte bis zu 6 Wochen ausfallen. Für sie rutschte die Oberösterreicherin Sybille Bammer in Runde 2 auf. (apa)