Federer siegt auch in Indian Wells: Titel-Hattrick und schon 3. Siegerscheck 2006

Überzeugender Endspielsieg über James Blake Gerüstet für Miami: "Bin in absoluter Topform"

Roger Federer hat den Titel-Hattrick in Indian Wells geschafft und alle Zweifel vom Tisch gewischt. Nach dem überzeugenden 7:5,6:3,6:0-Endspielsieg über James Blake war jedem der 14.610 Zuschauer im Tennis Garden klar, dass die finale Niederlage vor zwei Wochen in Dubai gegen den Spanier Rafael Nadal nur ein Ausrutscher gewesen sein konnte.

"Ich denke, meine große Stärke ist, dass ich wenig emotionale Schwankungen habe, weder in guten noch in schlechten Momenten", erklärte Federer nach dem Match, das "mit harter Arbeit" begonnen hatte. "Ich bin im Moment in absoluter Topform und habe sehr, sehr, sehr viel Selbstvertrauen auf dem Platz."

Wen sollte es auch wundern, stand er bei seinen letzten zehn Turnierstarts doch jeweils im Finale. Zahlen lügen nicht. Federers dritter Turniersieg nacheinander in der kalifornischen Wüste war schon der 36. seiner Karriere. Seine Matchstatistik in diesem Jahr schraubte der Australian-Open-Sieger auf 22 Siege bei nur der einen Niederlage gegen Nadal beim Wüsten-Turnier in Dubai, das er zuvor drei Mal gewonnen hatte.

Durch den neuerlichen 455.000-Dollar-Siegerscheck hat er allein heuer schon mehr als 1,6 Millionen Dollar Preisgeld eingespielt. Insgesamt 22 Mio. Dollar hat der dreifache Wimbledonsieger bisher auf dem Court verdient - Nebeneinkünfte nicht mitgerechnet.

Blake: "Komme mir überflüssig vor"
"Ich bin sehr erleichtert, dass ich Indian Wells erneut gewonnen habe. Als ich auf meinen Kalender geschaut habe, dachte ich, wow ich muss meine Vorjahressiege von Indian Wells und Key Biscayne verteidigen. Das ist ganz schön happig", gab Federer zu, "durch meine starke Leistung hier ist der Druck für Miami aber nicht so groß".

Blake fühlte sich fast wie ein Statist. "Wenn Roger so spielt, kann man fast nichts machen und man kommt sich teilweise fast überflüssig vor", sagte der US-Amerikaner nach der 102-minütigen Demontage. Der ehemalige Harvard-Student hat trotzdem ein hervorragendes Turnier gespielt und vor allem mit seinem Halbfinalsieg über Rafael Nadal wahrscheinlich sogar Andre Agassi aus dem Daviscup-Team der USA gedrängt. Kapitän Patrick McEnroe hat bereits angedeutet, dass er im Viertelfinale gegen Chile vom 7. bis 9. April im kalifornischen Rancho Mirage Blake dem Altmeister wohl vorziehen wird.

(apa/red)