Fed-Cup Erstrunden-Duell: Österreichisches
Team erwartet gegen Spanien 'offene Partie'

Bammer spielt, 2. Ticket für Meusburger oder Paszek Team von Coach Tesar reiste am Ostermontag ab

Das österreichische Fed-Cup-Team ist am Ostermontag zum Erstrunden-Duell in der Weltgruppe I am Wochenende in Spanien abgereist. Hinter Sybille Bammer als unumstrittener Nummer eins wird es in den nächsten Tagen zwischen Yvonne Meusburger und Tamira Paszek um den zweiten Einzelplatz für die Begegnung in Rocafort bei Valencia gehen. ÖTV-Kapitän Alfred Tesar wird sich auf Grund der Trainingseindrücke entscheiden.

Die beiden Vorarlbergerinnen haben zuletzt durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Meusburger zog in der vorletzten Woche in das Halbfinale des Challengers in Dinan ein, Paszek legte mit dem Titel-Double beim U18-ITF-Turnier in Cap d'Ail nach. "Beide sind gut in Form", meinte Tesar in Bezug auf die beiden West-Österreicherinnen. "Beide haben auch den Vorteil, dass sie für die Spanierinnen schwer einzuschätzen sind."

Das trifft speziell auf Meusburger zu. Deren aktuell aufsteigende Form rührt von einer Umstellung im Racket-Bereich her. "Ich habe in Dinan erstmals mit leichteren Schlägern und mit mehr Slice gespielt", erklärte Meusburger. "Es ging gleich sehr gut, ich fühle mich damit total wohl. Es ist wirklich ein großer Unterschied." Möglich auch, dass sie nicht nur im Einzel, sondern auch an der Seite von Sandra Klemenschits im Doppel zum Einsatz kommt.

Sandra Klemenschits bekam vor ihrer Zwillingsschwester Daniela aus gutem Grund den Vorzug. "Sandra ist Linkshänderin, das passt mir besser ins Konzept", erklärte Tesar. Die ÖTV-Equipe nimmt das Training vor Ort mit zwei Einheiten täglich am Dienstag auf, am Freitag wird einmal geübt. Der Länderkampf wird am Samstag ab 12:00 Uhr mit zwei Einzeln und am Sonntag ab 11:00 Uhr mit zwei Einzeln und dem Doppel ausgetragen.

Meusburger macht sich an den verbleibenden vier Trainingstagen keinen Druck, will jegliche Entscheidung von Tesar voll akzeptieren. "Wir sind sehr motiviert und gut drauf, werden als Team auftreten", sagte "Meuse" vor dem Abflug. Österreichs Nummer zwei sieht die Spanierinnen schon auf Grund ihres WTA-Rankings zwar als Favoritinnen, vom spielerischen Potenzial her aber nicht: "Das wird eine sehr offene Partie, für uns ist es ein Super-Los."
(apa/red)