FC Bayern München von

Olli "kahns" noch immer

Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger werden vom "Titanen" abgewatscht

FC Bayern München - Olli "kahns" noch immer © Bild: GEPA/Witters/Hangst

Schon als Spieler hat Oliver Kahn mehr als einmal bewiesen, nicht der zarteste seiner Zunft zu sein. Jetzt hat der "Titan" auf Eurosport die Verbal-Keule ausgepackt und damit auf seine ehemaligen Teamkollegen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger eingeprügelt. Aber die zwei Bayern-Stars schlugen prompt zurück, wie die Website "20min" berichtet.

"Die Spielergeneration von Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger ist mitverantwortlich für die Titelflaute der Bundesliga auf internationaler Ebene", verlautete Oliver Kahn gegenüber dem TV-Sender. "Spieler wie Lahm und Schweini leugnen, dass eine Mannschaft heutzutage echte Führungsspieler braucht. Führungsspieler, die den Finger in die Wunde legen, die auch mal unbequeme Wahrheiten aussprechen", führte der ehemalige Weltklasse-Goalie an.

"Lahm und Schweinsteiger ist das Image wichtiger als der Erfolg. Sie suchen oftmals nur Konsens und Anpassung", kritisiert Kahn weiter. Er vermisse Leadertypen wie Rio Ferdinand, John Terry oder Carles Puyol. "Diese Spieler sind Leuchttürme und Vorbilder, an denen sich die jungen Spieler entwickeln können und die nicht abtauchen, wenn es mal nicht optimal läuft."

Eine Kritik, die dem FC Bayern in den letzten Jahren wie ein Deja-vu vorkommen dürfte. Die Bayern-Tradition, den einen oder anderen "Ungustl" als Führungsspieler zu haben, fand mit dem Abgang von Mark van Bommel ein jähes Ende. Und auch der Niederländer war angesichts von Vorgängern wie Stefan Effenberg, Lothar Matthäus oder eben Oliver Kahn schon eher die Light-Variante. Nachbesetzt wurde die Charakterposition bis dato jedenfalls nicht adäquat.

Schweinsteiger wehrt sich
In der "Bild" wehrt sich Bayern-"Chefchen" Bastian Schweinsteiger. "Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Oliver Kahn früher nichts mehr gehasst hat als Kritik von Ex-Kollegen, die über die Medien ausgeübt wird. Von so einem grossen Spieler erwarte ich, dass er sich an seine Worte erinnert", reagiert Schweinsteiger verschnupft. "Die Sachen werden intern analysiert und dort auch ganz klar angesprochen", so der Bayern-Vize-Kapitän weiter.

Überhaupt sieht der Mittelfeld-Stratege sein Team auf dem richtigen Weg. "Wir haben in den ersten drei Pflichtspielen nur ein Gegentor zugelassen, zweimal zu Null gewonnen. Zu-Null-Siege sind für jede grosse Mannschaft der Grundstein zum Erfolg", sagt Schweinsteiger vor dem wichtigen Champions-League-Quali-Duell mit dem FC Zürich.