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Holzhauser will durchstarten

Stuttgart-Leihe möchte beim FC Augsburg so richtig den Turbo zünden

Raphael Holzhauser, FC Augsburg © Bild: GEPACitypress24/Hay

Raphael Holzhauser blickt mit Spannung der neuen Saison in der deutschen Bundesliga entgegen. Nach seinem leihweisen Wechsel vom VfB Stuttgart zum kleineren Ligarivalen FC Augsburg will die rot-weiß-rote Zukunftshoffnung 2013/14 den Turbo zünden. Der unmittelbare Fokus des 20-jährigen Mittelfeldakteurs ist derzeit aber auf eine "beleidigte" Achillessehne gerichtet - die bis zum Cup-Spiel bei RasenBallsport Leipzig am Freitag freilich wieder beruhigt sein soll.

"Ich habe fünf Tage pausiert und bin heute wieder ins Training eingestiegen", berichtete Holzhauser, der wegen der Entzündung zuletzt auch das Testspiel gegen den FC Malaga (0:1) verpasst hatte, am Mittwoch. "Ich denke aber, dass es sich bis zum Freitag ausgeht." Für Landsmann und Torhüter Alexander Manninger, der nach einem Teilanriss des Außenbandes im linken Knie wohl wochenlang ausfällt, geht es sich definitiv nicht mehr aus, das gleiche gilt für Tobias Werner, Marcel de Jong, Andreas Ottl und Aristide Bance.

Die Kracher kommen gleich zu Beginn

Es ist aber eine durchaus reizvolle Partie gegen das Red-Bull-Team, die Holzhauser und Co. ins Haus steht. "Leipzig ist natürlich kein normaler Drittligist, Umfeld und Ambitionen sind bundesligareif. Aber wir wollen ganz klar gewinnen", sagte der Niederösterreicher, dessen Team auch beim Ligastart gleich voll gefordert ist: Dortmund (heim), Werder Bremen (auswärts) und Ex-Club Stuttgart (h) sind die ersten drei Gegner. "Gut, dass die Kracher gleich zum Anfang kommen", meinte der 1,93-m-Mann.

Seit seinem Wechsel zu den nur knapp der Relegation entgangenen Schwaben Anfang Juli hat sich Holzhauser bereits gut eingelebt. "Die Mannschaft ist extrem eng zusammen, ich bin gut aufgenommen worden", sagte der Blondschopf. Mit dem Bezug der neuen Wohnung Anfang August wird er endgültig in Augsburg ankommen. Denn bis dahin wohnte er im Mannschaftshotel: "Das war ein bisschen mühsam."

Augsburger Bodenständigkeit

Die Unterschiede zwischen Stuttgart und den seit der Saison 2011/12 im Oberhaus kickenden Augsburgern sei jedenfalls augenfällig. "Das Umfeld ist hier viel familiärer", erklärte Holzhauser, dessen Team laut Sportdirektor Stefan Reuter gemeinsam mit Braunschweig über das kleinste Budget der Liga verfügt. "Bodenständigkeit" lautet denn auch das Motto des Underdogs, dessen vordringliches Ziel weiterhin die Etablierung in der Bundesliga darstellt.

Holzhausers Verhältnis zum erst 38-jährigen Trainer Markus Weinzierl sei von stärkerem Kontakt geprägt als jenes zu Stuttgart-Coach Bruno Labbadia. Keine schlechte Grundlage, um wie erhofft zu einer tragenden Säule zu avancieren. In Stuttgart war Holzhauser nach guten Spielen im Herbst in der Rückrunde immer weniger gefragt, schließlich holte der VfB im Sommer mit Moritz Leitner einen starken Mittelfeldmann. "Klar ist mein Anspruch, Stammspieler zu sein", betonte Holzhauser, der im Jänner 2012 sein Debüt in der deutschen Bundesliga gab und gemeinsam mit Neuzugang Halil Altintop (von Janko-Club Trabzonspor) mit kolportierten 3 Millionen Euro über den höchsten Marktwert im Kader verfügt.

In den Testspielen war Holzhauser, der normalerweise im Zentrum aktiv ist, u.a. auch als linker Mittelfeldspieler zum Einsatz gekommen. "Andere waren verletzt, ich bin eingesprungen", erklärte er. "Am wohlsten fühle ich mich aber klar als Achter oder Zehner. Und ich denke auch, dass mich Weinzierl in der Zentrale sieht."

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