Faymanns Starthilfe für die Autobranche:
Kurzarbeitszeit soll ausgeweitet werden

Qualifizierungsmaßnahmen und AMS-Sicherungsgeld Verschrottungsprämie um Automarkt anzukurbeln

Faymanns Starthilfe für die Autobranche:
Kurzarbeitszeit soll ausgeweitet werden © Bild: EPA/Tannen Maury

Der Autogipfel im Bundeskanzleramt hat begonnen. Die Gespräche konzentrieren sich im wesentlichen auf die Verlängerung der Kurzarbeitsregelung und die höhere Unterstützung für Forschung und Innovationen in der Automobilbranche. Nach dem Eintreffen der Vertreter der Regierungsspitze und der Automobilbranche betonte Finanzminister Pröll die Wichtigkeit der Sicherung der Arbeitsplätze.

Infrastrukturministerin Doris Bures, die auch für Forschung zuständig ist, unterstrich, dass ausreichend Forschungsmittel für den Automobilsektor zur Verfügung stehen müsste. Auch Vertreter der Industrie hoben die Bedeutung der Kurzarbeit hervor. Laut Siegfried Wolf, österreichischer Co-"CEO" des kanadischen Autozulieferers Magna berichtete über einen Rückgang der Auftragseingänge um ein Viertel.

Eine Verschrottungsprämie, wie sie der Autohandel fordert, lehnten vor Beginn des Gipfels sowohl KTM-Boss Stefan Pierer als auch Vizekanzler und Finanzminister Pröll ab. Österreich alleine sei für eine solche Maßnahme zu klein.

Demonstration von Greenpeace
Etwa ein gutes Dutzend Greenpeace-Aktivisten demonstrierten auf dem Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt für eine umwelteffiziente Unterstützung der Zulieferbranche. Sie hielten ein Transparent mit der Aufschrift: "Autoindustrie erst Klima verpennen, dann Steuergeld verbrennen" und verbrannten symbolisch Geldscheine.

Die Kfz-Industrie leidet besonders unter den Folgen des derzeitigen Konjunktureinbruches. In der heimischen Autozulieferindustrie und im -handel sind Schätzungen zufolge zwischen 150.000 und 200.000 Menschen beschäftigt.
(apa/red)