Faymann besuchte Socrates in Portugal: Thema waren hohe Schulden des EU-Landes

Kanzler betonte Wichtigkeit des Euro-Rettungsschirms Portugals Ministerpräsident gegen Finanz-Hilfe der EU

Faymann besuchte Socrates in Portugal: Thema waren hohe Schulden des EU-Landes © Bild: APA

Portugals Ministerpräsident Jose Socrates hat nach einem Vieraugengespräch mit Bundeskanzler Werner Faymann (S) bekräftigt, dass Portugal nicht die Absicht habe, unter den angebotenen Euro-Rettungsschirm zu schlüpfen. Portugal bekenne sich zur europäischen Zusammenarbeit, habe durch die Senkung des Defizits um mehr als zwei Prozentpunkte seit Mai 2010 aber auch bewiesen, dass es mit seinen Problemen fertig werde, sagte der sozialistische Premier in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Faymann in Lissabon.

"Wir werden beim nächsten EU-Gipfel gemeinsam eine Lösung finden", formulierte Socrates. Faymann, der zuvor die Bedeutung des Rettungsschirmes unterstrichen hatte, sagte vor der Presse, dass er der Entschlossenheit von Socrates, Wirtschaft und Finanzen Portugals in Ordnung zu bringen, "volles Vertrauen" entgegenbringe. Der portugiesische Premier habe gezeigt, "dass er hält, was er verspricht".

"Portugal am richtigen Weg"
"Die Stabilität des Euro ist eine der Hauptaufgaben in diesem Jahr", sagte Faymann vor dem Treffen mit Socrates zum portugiesischen TV. Er betonte die Wichtigkeit des Euro-Schutzschirmes für die Stabilität der Gemeinschaftswährung, zeigte sich aber auch überzeugt, "dass Portugal auf dem richtigen Weg ist".

Faymann verschlossen
Der Bundeskanzler hatte in seinem Hotel ein Arbeitsfrühstück mit Notenbankgouverneur Ewald Nowotny. Grundsätzlich gab sich Faymann in Lissabon gegenüber Journalisten zu Fragen der Schuldenkrise Portugals verschlossen. Man sei in der EU übereingekommen, nicht ständig zu dieser Frage öffentlich Stellung zu nehmen.

"Familie muss zusammenstehen"
In der Pressekonferenz mit Socrates erteilte Faymann Ideen, dass einzelne Länder aus dem Euro austreten könnten oder dass es zu verschiedenen Geschwindigkeiten in der Euro-Zone kommen könnte, eine engagierte Absage. "Wir sind eine Familie in Europa. Wenn es Probleme gibt, muss die Familie zusammenstehen". Er halte nichts von Versuchen, "die Familie auseinanderzudividieren." In schwierigen Zeiten müsse man gemeinsam eine Lösung finden.

Faymann sagte weiter, dass die Lasten der Finanz- und Wirtschaftskrise solidarisch verteilt werden müssten. Deshalb trete er auf europäischer Ebene für eine Bankenabgabe und eine Transaktionssteuer ein.

Die Finanzkrise Portugals hatte sich zuletzt verstärkt. Viele Experten rechnen damit, dass Portugal den Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen muss. Dennoch versucht die Minderheitsregierung von Socrates, das Land aus eigener Kraft zu sanieren.

Erste Erfolge
Erste Erfolge sind zu verzeichnen: Das Defizit sank 2010 und eine Staatsanleihe, die Portugal begeben hatte, wurde von den Märkten rasch und zu besseren Konditionen als erwartet angenommen. Socrates dankte Faymann im Zusammenhang mit der Finanzkrise für den Zeitpunkt des Besuches: "Das werde ich nicht vergessen".

(apa/red)

Kommentare

melden

Da ist der unsägliche Faymann... ...ja zum Richtigen gefahren. Portugal, demnächst wegen seiner "tüchtigen" Politiker bankrott, Österreich wegen dem unsäglichen Faymann und dem unsäglichem Pepi Pröll auch bankrott. Die Damen und Herren der Kommission wissen nur noch nicht, dass viele Schulden, die Österreich hat, noch nicht in den Zahlen sichtbar sind, weil sie "ausgelagert" worden aber trotzdem natürlich zurückzuzahlen sind. Da haben wir etwas mit Griechenland gemeinsam. Werden diese Zahlen erst einmal sichtbar, dann werden die beiden "Bankrottpolitiker" Pepi Pröll und Wernerle Faymann auch unter den Euro-Schutzschirm kriechen. Wetten das?

melden

Re: Da ist der unsägliche Faymann... der faymann fährt ja nur deswegen hin damit er sich gleich erkundigt wie das ist wenn man pleite ist.

napy melden

Re: Da ist der unsägliche Faymann... er soll gleich dort bleiben.

Seite 1 von 1