Social Media von

Skurriles Faymann-Posting

Zitat aus "SZ" ohne Quellenangabe auf Facebook-Seite des Bundeskanzlers

Werner Faymann Pressefoyer © Bild: APA/APA/BKA/ANDY WENZEL

Ein skurriles Posting auf der Facebook-Seite von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Dienstag Verwirrung gestiftet. Ein Text zur Erfindung der Fotografie wurde mit einem Bild eines Reinigungskübels illustriert. Für Empörung in der Web-Welt sorgte vor allem der Umstand, dass der Text aus der "Süddeutschen Zeitung" kopiert, jedoch nicht zitiert wurde. Faymanns Team entschuldigte sich.

"Ein Bild, das man sonst nicht sieht. Vor genau 175 Jahren kam die Fotografie offiziell auf die Welt. Sie stammt aus bürgerlichen Verhältnissen - und sie dient bis heute dazu, Haben und Nichthaben, Privates und Öffentliches voneinander zu unterscheiden", lautete der Facebook-Eintrag Faymanns, der mittlerweile wieder gelöscht ist. Urheber - bis auf den ersten Satz - ist allerdings der Journalist Wolfgang Kemp, der in der "SZ" unter dem Titel "Hausgeburt" zum Thema philosophiert. Die Illustrierung durch Reinigungsmaterial - es dürfte im Kanzleramt beheimatet sein - hat der Originalautor übrigens unterlassen.

Posting empört

Empörung und Häme in den Sozialen Medien wie Facebook und Twitter gingen so weit, dass das Social-Media-Team des Bundeskanzlers eine Entschuldigung verfasste: "Dass unser heutiges Posting in Verbindung mit einem interessanten Artikel aus der 'Süddeutschen Zeitung' für Verwunderung oder Aufregung gesorgt hat, tut uns leid. Wir werden in Zukunft verstärkt darauf achten, dass keine missverständlichen Beiträge gepostet werden und stets die korrekte Quellenangabe vorzufinden ist."

Kommentare

Robert Cvrkal

Die wahre Frage ist, ob das Posting des Kanzlers peinlich ist oder ob der Bevölkerung Politiker peinlich sein müssen, die solche Postings zum BESTEN geben.

Eindeutig ist, dass viele Politiker den österreichischen Steuerzahlern einen hohen Schaden zugefügt haben, weil anscheinend deren Fachkompetenz wie z. B. bei den Spekulationsgeschäften in Salzburg oder Linz nicht ausreichte.

Auweh ich will mal lieber nicht wissen was die für diese "hochwertigen" Arbeiten auch noch kassieren. Der Strache gerät zwar aufgrund seiner Social-Media Tätigkeiten immer wieder in Negativschlagzeilen, aber ich vermute insgesamt versteht er bzw. sein Team besser wie man dort an die (vorallem jungen) Leute rankommt.

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