Faymann verwundert Lehrer-Gewerkschaft:
Kanzler hält Lehrer-Mehrarbeit für möglich

SP-Gewerkschafter lehnen Fayman-Vorstoß strikt ab Erhöhung der Arbeitszeit bedeute "Lohnkürzungen"

Faymann verwundert Lehrer-Gewerkschaft:
Kanzler hält Lehrer-Mehrarbeit für möglich

Pflichtschullehrer-Vertreter Riegler warnte davor, dass der Lehrermangel mit solchen Maßnahmen "hundertprozentig verstärkt wird". Die Regierung könne nicht davon ausgehen, dass sich mehr Leute für den Lehrberuf interessieren, wenn ihnen schlechtere Bedingungen und weniger Bezahlung angekündigt werden. In der Wirtschaft passiere das Gegenteil, betonte Riegler. Dort werde bereits darüber nachgedacht, die Lehre wieder attraktiver zu machen, indem zum Beginn der Ausbildung Mopeds verschenkt werden.

(Fast) keinen Kommentar gab es am Montag auf APA-Anfrage von ÖVP-Bildungssprecher Amon. Er wolle zum Vorschlag des Kanzlers "nicht pauschal Ja oder Nein sagen, das muss man sich im Detail anschauen". Er betonte jedoch, dass Änderungen der Stundenverpflichtungen der Lehrer im Rahmen des neuen Dienstrechtes "sozialpartnerschaftlich diskutiert werden müssen". Dass Faymann in der "Kronen Zeitung" laut über Lehrer-Mehrarbeit nachgedacht hat, kritisierte Amon. Schließlich sei innerhalb der Regierung ausgemacht, mögliche budgetäre Maßnahmen intern und nicht über die Medien zu kommunizieren.

Kritik gab es auch von den roten Lehrer-Gewerkschaftern. "Diese Idee von BK Feymann (sic!) lehnen wir strikt ab und wir werden dagegen mit allen demokratischen Mitteln dagegen ankämpfen!" kündigte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Lehrer/innen Österreichs, Reinhard Dumser, an. Er betonte, dass der Kanzler niemals mit der SLÖ über derartige Pläne gesprochen habe. Die von "Feymann", wie der Kanzler im Text durchgehend genannt wird, vorgeschlagene Erhöhung der Arbeitszeit bedeute eigentlich "Lohnkürzungen durch die Hintertür".
(apa/red)

Kommentare

Versicherung für alle Sportarten,oder eigene Haftung,man könnte viel Geld bei den maroden Krankenkassen einsparen !

Riegler und Neugebauer sind Scharfmacher ,es ist zu erwarten das die Lehrer keinen Beitrag leisten werden .Wir haben ein paar Lehrer in der Verwandschaft, wir wissen schon, das die Leistung gegenüber anderen Berufen eine Kleinnigkeit ist !

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Fünf nach Zwölf Wenn die Regierungsparteien nicht endlich erwachen und mit Zielstrebigkeit und Härte eine Bildungsreform umsetzen, welche den Kindern nutzt, das Bildungsniveau hebt und die Lehrer in die Verantwortung nimmt, werden die Verhinderer und Besitzstandswahrer diesem Land weiterhin Schaden zufügen.
Deshalb muß ohne Rücksicht auf die eigene Klientel schnellstens eine Schulreform her, in welcher der die Bildungsrichtlinien und die Anzahl der Lehrer festlegt der auch dafür zahlt und die Lehrer 10% länger in der Schule hält.

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Re: Fünf nach Zwölf "ohne Rücksicht auf die eigene Klientel" - genau das wär\'s, womit viele, viele Probleme gelöst werden könnten ...
Aber so lange jeder seine Pfründe sichern will und nur mehr Selbstversorger Politik machen, werden wir das wohl leider nicht erleben ...
Rückgrat, Verantwortungsgefühl und weiße Westen sind es, was unsten Politikern fehlt!

das wahre Problem liegt in der Profilierungssucht einger Pseudoexperten und unfähigen Politikern (eine Bankerin als Unterrichtministerin)Wie auf Teletext Seite 117 zu lesen gibt es 4000 !!!!! Schulversuche in Österreich. Wie soll bei diesem Fleckerlteppich was Gscheites rauskommen. (soviel zu den berechtigten Sorgen von Hr./Fr.Brabus)
Zur Diskussion der längeren Arbeitszeit: Aus pädagogischer Sicht bringt das gar nichts. Aus dem Blickwinkel des Budgets bringt es enorm. Ich sehe darin ansatzweise die ersten Schritte des Sparpakets. das uns alle definitiv mehr oder weniger, nach den geschlagenen Landtagswahlen,überrollen wird.

Lehrer Mehrarbeit Dss Problem ist nicht die Zeit, sondern die Qualität der Wissenvermittlung und das erzielte Ergebnis innerhalb der aufgewendeten Zeit (Pisa ist nur ein Messkriterium, viel wichtiger ist was die Wirtschaft zum Wissen und den Fähigkeiten der Schüler sagt, sobald diese ins Arbeitsleben treten). Man kann Stunden verbringen, um einen Bruchteil an Information und Wissen weiterzugeben, man kann aber auch innerhalb von Minuten wichtige Information so transportieren, dass sie beim Empfänger (Schüler) auch ankommt und verstanden wird. Was wir brauchen ist eine neue Qualität an Lehrern = Wissenvermittlern, verschärfte Disziplin an den Schulen und Eltern die ihre Kinder so erziehen, dass diese auch gerne dieses Wissen sich aneignen wollen. Alle anderen werden in Zukunft ohnehin keine Chance haben.

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