Faymann zu FORMAT: 'Österreichische AUA-
Lösung kann nicht für alle Ewigkeit gelten'

Laut SPÖ-Chef wird sich ÖIAG an der AUA beteiligen Auch für Post, Telekom und Rail Cargo Käufer suchen

Faymann zu FORMAT: 'Österreichische AUA-
Lösung kann nicht für alle Ewigkeit gelten' © Bild: APA/Hochmuth

Verkehrsminister Werner Faymann glaubt nicht, dass sich genügend österreichische Privatinvestoren finden, um bei der AUA eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie sicherzustellen. "Die ÖIAG muss ernsthaft damit rechnen, dass sie weiterhin an der Fluglinie beteiligt bleibt", sagt er gegenüber FORMAT. Neben Wiener Städtische und Raiffeisen kann sich bislang laut FORMAT nur der Kärntner Investor Wolfgang Auer von Welsbach den Kauf von AUA-Anteilen vorstellen.

Dass der dieswöchige Beschluss zur AUA-Privatisierung eher ein wahltaktisches Manöver ist, wird im FORMAT-GESPRÄCH mit Faymann ebenfalls deutlich: "Eine österreichische Lösung kann nicht auf 200 Jahre garantiert sein", sagt Faymann. Wenn Österreich seine AUA-Anteile loswerden will, könne man nur versuchen, rot-weiß-rote Käufer dafür zu finden. Gelingt das nicht, könnte die Sperrminorität bald Geschichte sein.

Der SP-Spitzenpolitiker, der sich bislang gegen weitere Privatisierungen ausgesprochen hat, zieht aus dem Fall AUA nun offenbar Lehren: "In ähnlichen Fällen sollte die Partnersuche rechtzeitig eingeleitet werden, damit es nicht so hektisch wird", sagt er. Der Verkehrsminister nennt die ÖBB Güterverkehrstocher Rail Cargo Austria, die Telekom und die Post, wo man rechtzeitig prüfen sollte, ob ein Alleingang möglich ist. "Sonst stehen wir vor alternativlosen Szenarien", sagt Faymann.

Mehr über die AUA lesen Sie im FORMAT Nr. 32.