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Fast jede zweite
Frau arbeitet Teilzeit

Gefahr der Altersarmut ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern

Eine Frau sitzt im Büro © Bild: iStockphoto.com

Fast jede zweite erwerbstätige Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. Die Frauen-Teilzeitquote ist von 26 Prozent im Jahr 1994 auf 48,2 Prozent im 1. Quartal 2016 angestiegen, geht aus Daten der Statistik Austria hervor. Bei Männern stieg die Quote von 3,0 auf 11,6 Prozent. Bei Teilzeitarbeit wird weniger in die Pensionsversicherung eingezahlt, Frauen sind daher stärker von Altersarmut bedroht als Männer.

Als Teilzeit gilt eine kürzere Arbeitszeit als im Gesetz (40 Stunden/ Woche) oder im Kollektivvertrag (z.B. 38,5 Stunden/Woche) vorgesehen. Viele Unternehmen - vor allem im Handel - bieten immer mehr Teilzeit- als Vollzeitstellen an.

Im 1. Quartal 2016 waren in Österreich 4,14 Mio. Personen in Österreich erwerbstätig, um 68.700 mehr als im Vorjahresquartal, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Verglichen mit dem 1. Quartal 2015 wurden die größten Beschäftigungszuwächse in den Bereichen "Erziehung und Unterricht" (+20.300, meist Vollzeit), im "Gesundheits- und Sozialwesen" (+18.100 Vollzeit und Teilzeit) und "Herstellung von Waren" (+15.500, meist Vollzeit) verzeichnet.

© APA/Margret Schmitt

Arbeitslos nach internationaler Definition waren im 1. Quartal in Österreich 275.400 Personen, ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2015. Die Arbeitslosenquote legte um 0,5 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote bei österreichischen Staatsbürgern lag bei 5,2 Prozent, bei ausländischen Staatsangehörigen bei 12,4 Prozent.

Als arbeitslos gelten laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Personen, die aktiv einen Arbeitsplatz suchen und innerhalb von 2 Wochen für eine Arbeitsaufnahme verfügbar sind. Zur Berechnung der Arbeitslosenquote werden von der EU-Statistikbehörde Eurostat Umfragedaten aus der Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria verwendet.

Hingegen wird bei der nationalen Berechnung der Arbeitslosenquote in Österreich der Bestand arbeitsloser Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) ohne Schulungsteilnehmer ins Verhältnis zum Arbeitskräftepotenzial gesetzt. Sie liegt meist 4 Prozentpunkte höher als die internationale Berechnungsmethode.

Die Zahl der offenen Stellen legte laut Statistik Austria im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,7 Prozent auf 73.200 zu.

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