Familienvater gesteht Mord an Mirco:
Verdächtiger traf zufällig auf Zehnjährigen

Deutschland: Polizei geht von Sexualdelikt aus Zeugenaussage führte Ermittler auf richtige Spur

Familienvater gesteht Mord an Mirco:
Verdächtiger traf zufällig auf Zehnjährigen © Bild: APA/Polizei Deutschland

Der Mord an Mirco S. ist aufgeklärt: Der dreifache Familienvater Olaf H. hat gestanden, den zehnjährigen Buben aus Grefrath getötet zu haben, wie der Leiter der Sonderkommission, Ingo Thiel, bestätigte.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Festgenommene den Buben am 3. September 2010 sexuell missbraucht und anschließend umgebracht hat. Der "Ablageort" der Leiche sei auch der Tatort, hieß es. Der Schüler ist dem Tatverdächtigen laut Polizei zufällig zum Opfer gefallen ist. Er habe ihn angesprochen und ihn aufgefordert, sich zu ihm ins Auto zu setzen.

Mirco war auf dem Heimweg von einer Skateranlage von dem Autofahrer zum Einsteigen gezwungen worden, sagte Thiel. Danach fuhr der 45-Jährige mit dem seinem Opfer in ein Waldstück bei Grefrath, zog den Buben aus und verging sich an ihm. Er tötete ihn und ließ ihn dort liegen. Nach Angaben Thiels liegt die Stelle etwa sechs Kilometer von der Gegend in Nordrhein-Westfalen entfernt, die mehrmals von der Polizei durchsucht worden war.

Zeuge führte Ermittler auf richtige Spur
Auf die Spur des Tatverdächtige führte die Zeugenaussage eines Mannes, der den Täter mit seinem Auto vor dem Verbrechen beobachtet hatte, wie er ein Fahrrad wegschob. Thiel zufolge ist der Mörder durch eine DNA-Speichelprobe und Faserspuren von Mircos Kleidung in seinem Auto überführt. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen geleasten Firmenwagen, den er nach der Tat und nach Ablauf des Vertrags an die Leasingfirma zurückgegeben hatte. Danach habe der VW Passat "eine Odyssee" gemacht und sollte nach Russland verkauft werden. Der Sonderkommission gelang es, an das in Deutschland "stillgelegte" Auto heranzukommen.

(apa/red)