Familientragödie in Wien-Donaustadt:
Mann tötete Frau und beging Suizidversuch

83-jähriger mutmaßlicher Täter in Lebensgefahr Motiv der Bluttat dürfte Gesundheitszustand sein

Familientragödie in Wien-Donaustadt:
Mann tötete Frau und beging Suizidversuch

Eine Bluttat innerhalb einer Familie hat sich in Wien-Donaustadt ereignet. Laut Polizei hatte ein 83-jähriger Mann zuerst seine 86-jährige Ehefrau erschossen und danach die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Er überlebte jedoch mit lebensgefährlichen Verletzungen. Ermittlern zufolge hat es für die Verzweiflungstat "keinen konkreten Anlass" gegeben. Ursache dürfte der Gesundheitszustand des Ehepaars gewesen sein.

Die Schüsse fielen offenbar in der Früh. Die Waffe, aus der sie stammten, befand sich jedenfalls rechtmäßig im Besitz des Mannes, sagte ein Polizeisprecher der APA. Nachdem er seine Frau erschossen hatte, verständigte der 83-Jährige seinen Sohn und teilte diesem mit, dass er sich ebenfalls das Leben nehmen wolle. Dieser rief gegen 9.30 Uhr die Polizei an. Als die Beamten am Tatort in der Afritschgasse 19 in der Donaustadt eintrafen, hatte sich der Mann mit der Pistole bereits lebensgefährlich verletzt.

Aufschlüsse genauerer Art erhielten die Kriminalisten keine mehr. Denn der Sohn musste erst mit dem Auto nach Wien zur Einvernahme anreisen. Auch die Befragung der Nachbarn in der Afritschgasse lieferte keine weiteren Erkenntnisse.

Das Motiv der Bluttat dürfte der Gesundheitszustand der Eheleute gewesen sein. Konkreten Anlass habe es laut Polizei keinen gegeben. Die 86-jährige Frau war krank. "Wie schwer, ist noch unklar", sagte der Polizeisprecher. Abschiedsbriefe wurden nicht gefunden. (apa/red)