Familientragödie schockiert Burgenland:
Vater erschießt Sohn und dann sich selbst

Abschiedsbrief deutet auf eine Familientragödie hin Rettung und Kriseninterventionsteam sind vor Ort

Familientragödie schockiert Burgenland:
Vater erschießt Sohn und dann sich selbst © Bild: APA/Oczeret

Eine Familientragödie hat in Neudörfl (Bezirk Mattersburg) zwei Todesopfer gefordert. Ein 60-jähriger Mann hat nach Angaben der Sicherheitsdirektion Burgenland seinen 24-jährigen Sohn erschossen. Dann nahm sich der Vater selbst das Leben. Als Motiv wird eine Erkrankung des Vaters vermutet. In der Wohnung, in der es zu der Bluttat kam, wurde auch ein Abschiedsbrief gefunden.

Aus dem Brief gehe ersten Angaben zufolge hervor, dass der Vater erkrankt sei und seinem Sohn "das weitere Leben in dieser Welt ersparen" wollte. Ersten Befragungen im Umfeld zufolge stand dem 60-Jährigen ein Krankenhausaufenthalt bevor, den er heute antreten hätte sollen.

Zu dem tödlichen Zwischenfall kam es in einer Wohnsiedlung. Nachbarn hatten zunächst Schüsse gehört. Sie brachen die Türe auf, fanden die beiden Männer und verständigten die Einsatzkräfte.

Ein Notarzthubschrauber und Rettungskräfte aus Wiener Neustadt wurden nach Neudörfl beordert. Für den 60-jährigen Mann und seinen Sohn kam jedoch jede medizinische Hilfe zu spät. Die beiden hatten sich alleine in der Wohnung befunden. Ermittler des Landeskriminalamtes Burgenland waren am Vormittag mit der Auswertung von Spuren beschäftigt.

(apa/red)