Familiendrama in St. Pölten von

Gedenkfeier in Schule

Lehrer und Schüler nehmen Abschied von getötetem Buben

Familiendrama in St. Pölten - Gedenkfeier in Schule © Bild: APA/Schlager

Schüler und Lehrer trauern in der Volksschule in St. Pölten-Wagram um den getöteten Buben. Den Betrieb hat Direktor Christian Waka nach der Bluttat als "den Umständen entsprechend" bezeichnet. Am Freitagvormittag werde im Turnsaal eine ökumenisch gestaltete Gedenkfeier für das Opfer abgehalten.

Vergangene Woche hat ein Vater seinem Sohn in der Schulgarderobe in den Kopf geschossen. Der Bub erlag in der Folge seinen Verletzungen.

"Nur für die Schüler und Lehrer", fügte Waka hinzu. Es bestehe eine intensive Betreuung durch Schulpsychologen, betonte der Direktor. Zwei Psychologinnen seien ebenso ständig anwesend wie eine sogenannte Beratungslehrerin - "wenn notwendig, bis Schulschluss" (am 29. Juni). "Wir sind gut betreut und unternehmen alles, um eine normalen Schulalltag zu gestalten", so Waka. Über das Geschehen vom vergangenen Freitag sei von den Klassenlehrern gesprochen worden, "aber nur so weit es die Kinder gefordert haben".

Die Schwester des Opfers ist Waka zufolge derzeit nicht an der Volksschule in der Unterwagramer Straße. Sie werde ebenso wie ihre Mutter ständig von einem Kriseninterventionsteam betreut. Über den Zeitpunkt der Rückkehr des Mädchens an die Schule soll gemeinsam mit den Experten entschieden werden.