Familie Zogaj bald wiedervereint? Arigonas Geschwister hoffen auf rasche Rückkehr

Volkshilfe bemüht sich um Schüler-Visa für Kinder Vater der Familie inzwischen im Kosovo untergetaucht

Familie Zogaj bald wiedervereint? Arigonas Geschwister hoffen auf rasche Rückkehr © Bild: Reuters/Prammer

Zwei der Geschwister von Arigona Zogaj hoffen nach ihrer Abschiebung im Vorjahr auf eine Rückkehr nach Österreich. Die Volkshilfe hat die Unterlagen für Anträge auf Schüler-Visa gesammelt und will sie laut Medienberichten bei der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck in Oberösterreich einbringen. Die FPÖ hat sich zwar für eine Familienzusammenführung, jedoch im Kosovo ausgesprochen.

Der Fall der illegal eingereisten und in Frankenburg in Oberösterreich lebenden Familie Zogaj sorgt seit Oktober des Vorjahres für Schlagzeilen. Die Familie war nach der Ausschöpfung aller ihr möglichen Rechtsmittel abgeschoben worden. Arigona Zogaj gelang es, unterzutauchen. Deshalb durfte auch ihre Mutter zunächst noch in Österreich bleiben. Nach einigen Wochen tauchte das Mädchen wieder auf. Der Pfarrer von Ungenach Josef Friedl übernahm ihre Betreuung. Nach längeren politischen Diskussionen gestanden die Behörden ihr und ihrer Mutter zu, bis zum Abschluss der Schulausbildung von Arigona in Österreich bleiben zu können. Zum Schulschluss ergab jedoch ein ärztliches Gutachten, dass die Mutter psychisch krank sei und deswegen ist eine Abschiebung bis auf weiteres nicht möglich.

Der Vater der Familie ist inzwischen im Kosovo untergetaucht, die Ehe soll vor der Scheidung stehen. Zwei Arigona-Brüder im Alter von 17 und 18 Jahren leben bei Verwandten im Kosovo. Für den neunjährigen Bruder und eine achtjährige Schwester bemüht sich die Volkshilfe, dass sie zur Mutter nach Österreich zurückkehren und in Frankenburg die Schule besuchen können. Dazu sollen Schüler-Visa beantragt werden. Wohnen sollen die beiden Kinder bei einem Onkel, der seit 25 Jahren in Österreich lebt und seit sieben Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.

(apa/red)