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Immer mehr Väter in Karenz

Grünen nahmen dies zum Anlass, um auf die Umsetzung des "Papamonats" zu drängen.

Familie - Immer mehr Väter in Karenz

Der Anteil der Väter in Karenz ist mit dem einkommensabhängigen Kindergeld deutlich gestiegen. Bei Eltern, die diese - vor eineinhalb Jahren eingeführte - Kindergeld-Variante gewählt haben, geht fast jeder dritte Vater in Karenz, ergab laut "Kurier" eine erste Bilanz des Familienministeriums. Die Grünen nahmen dies zum Anlass, um auf die Umsetzung des "Papamonats" zu drängen.

Angepeilt waren mit dem einkommensabhängigen Kindergeld 20 Prozent, erreicht wurden schon 31 Prozent Väterbeteiligung. Offenbar seien mit der Absicherung des Einkommens die "richtigen Rahmenbedingungen gesetzt" worden, zeigte sich Familienminister Mitterlehner im "Kurier" zufrieden.

Das einkommensabhängige Kindergeld kann maximal 14 Monate bezogen werden, wobei mindestens zwei Monate lang der zweite Elternteil die Kinderbetreuung übernehmen muss. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen, ist aber mit 2.000 Euro limitiert. Wie lange die Väter zu Hause bleiben, wurde nicht erhoben. Die beliebteste Kindergeld-Variante ist weiter die (von 50 Prozent gewählte) Lang-Variante, wo ein Elternteil bis zu 30 Monate je 436 Euro bekommt und der Väteranteil am geringsten ist.

Grüne fordern Überarbeitung des Kindergeldes
Die Grünen forderten in einer Aussendung nicht nur den Papamonat, sondern auch die Überarbeitung des Kindergeldes. Die Hälfte der Karenz sollte für die Männer vorgesehen sein. Und auch getrenntlebende Väter sollten Recht auf Pflegeurlaub haben, verlangte Familiensprecherin Musiol.

Auch das BZÖ spricht sich für die Einführung eines "Papamonats" aus. Väter sollten diesen in den ersten zwei Monaten nach Geburt des Kindes - unabhängig von der Kindergeld-Variante - in Anspruch nehmen können, wenn sie das wollen, verlangte Familiensprecherin Ursula Haubner. Die FPÖ forderte mehr Unterstützung für Familien, die ihren Nachwuchs bis zum Kindergarteneintrittsalter zu Hause selbst betreuen wollen - etwa volle drei Jahre Kindergeld, auch wenn der Vater nicht sechs Monate zu Hause bleibt.

Kommentare

Finde ich schön... ...dass man darauf drängt und ich hoffe es wird schnellsten umgesetzt.

Als sogenannte Umweltpartei aber bitte auch nicht auf die strahlenden und tickenden Zeitbomben vergessen, die um herumstehen, denn es geht die Mähr um, dass Verstrahlung auch für karenzierte Väter nichts Erstrebenswertes sein soll und böse Zungen behaupten sogar, dass Überlebensfragen Priorität hätten. Also Hintern hoch, denn hinterher jammern, wird nix nutzen und die Augen zumachen, damit einen das Monster nicht sieht ist Kinderkram.

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