Falschparken kostet bis zu 300 Euro: Nach Abschleppung folgt teure Wiederbeschaffung

Zu Weihnachten wird in Wien ganz genau kontrolliert Sehr "abschleppgefährdet" sind Autos in zweiter Spur

Falschparken kostet bis zu 300 Euro: Nach Abschleppung folgt teure Wiederbeschaffung

Gerade in der Adventzeit und zu Weihnachten sind Parkplätze in Wien oft knapp: Wer sein Geld aber nicht "verschenken" möchte, der sollte Falschparken auf jeden Fall sein lassen, laut Autofahrerclub ÖAMTC. Denn bis zu 300 Euro kann die Wiederbeschaffung eines auf einem Behinderten- oder Busparkplatz abgestellten Autos kosten. Im Vorjahr seien allein an den Weihnachtswochenenden von Freitag bis Sonntag 886 Autos entfernt worden.

Besonders "abschleppgefährdet" seien Autos, die in zweiter Spur, auf Behinderten-Parkplätzen, in Straßenbahn- oder Bushaltestellen, vor Hauseinfahrten oder in Taxizonen abgestellt werden, hieß es. Im Jahresschnitt würden täglich rund 100 Fahrzeuge abgeschleppt: in den Sommermonaten 50 bis 60, im Dezember bis zu 200.

Auch wenn Parkgaragen nicht billig sind, kämen sie noch immer günstiger als eine Abschleppung, so der ÖAMTC. Schon das Abschleppen eines Falschparkers koste 192 Euro, dazu komme die Gebühr für die Verwahrung des Fahrzeugs - am Abschleppplatz der MA48 in Simmering beträgt diese z. B. sieben Euro pro Tag. Die Anzeige der Polizei schlage mit mindestens 72 Euro zu Buche. Und wer seinen Pkw dann noch mit dem Taxi abholen muss, zahlt laut dem Club insgesamt rund 300 Euro.

Parkhäuser in Wien teurer als in Berlin
Im Parkhaus parkt der Berliner billiger als der Wiener: Für eine Stunde zahlt der österreichische Hauptstadtbewohner für sein Vehikel in zentraler Lage rund 69 Prozent mehr als der deutsche Kollege. Auch das Parken ins Spitalsparkhäusern schlägt mit 57 Prozent mehr zu Buche, so eine aktuelle Erhebung der Wiener Arbeiterkammer (AK) in 40 Wiener und 32 Berliner Parkgaragen.

Demnach kostet eine Stunde Parken in zentraler Wiener Lage im Durchschnitt 2,63 Euro, in Berlin dagegen nur 1,56 Euro. Wer sein Auto drei Stunden lang abstellt, zahlt in Wien immer noch um durchschnittlich die Hälfte mehr. Ähnliches gilt für Dauerparker in zentraler Lage: Hier schlägt in Wien der Monatsparkplatz im Sommer mit 175,43 Euro, im Winter mit 207,38 Euro zu Buche. In Berlin, wo es keine Preisdifferenz zwischen den Jahreszeiten gibt, sind im Schnitt dagegen nur 89,90 Euro zu berappen.

Günstiger wird das Parken im Vergleich der beiden Hauptstädte für Wiener lediglich am Flughafen - wobei Wiens Airport im niederösterreichischen Schwechat liegt. Dort sind für zwei Stunden - je nach Parkhaus - zwischen 4,80 Euro und sieben Euro einzuplanen. In Berlin kosten zwei Stunden hingegen zwischen sechs und 18 Euro.

Teures Pflaster Flughafen
Teurer wird es für Wiener bereits wieder, wenn man sich länger am Flughafen positionieren will: Hier zahlt man für eine Woche 124,6 Euro, in Berlin für den gleichen Zeitraum zwischen 75 und 109 Euro.

Dementsprechend fallen die Tipps der AK aus: In zentraler Lage gelte es in Wien, die Preise der einzelnen Anlagen genau zu vergleichen, da es hier Unterschiede von bis zu acht Euro pro Stunde gebe. Überdies könne man bei größeren Einkaufs- und Veranstaltungszentren meist einige Stunden gratis oder vergünstigt parken. Und bei einem Dauerparkplatz lohne es sich, über einen günstigeren Tarif zu verhandeln.

(apa/red)