Falsches Spiel von

Jeder kann Uno! Aber
fast niemand richtig

Falsches Spiel - Jeder kann Uno! Aber
fast niemand richtig © Bild: Shutterstock

Das Kartenspiel Uno ist so einfach, dass es jeder kann. Dachte man bis jetzt zumindest. Eine US-Lehrerin nahm ihren Job wörtlich und stellte über Facebook eine Regel klar, die nur den wenigsten Uno-Spielern bekannt sein dürfte.

Genauer gesagt dreht es sich um die berüchtigte "+4"-Karte und ihren Einsatz. Nach landläufiger Meinung kann die schwarze Karte zu jedem Zeitpunkt im Spiel ausgespielt werden. Das ist allerdings nicht richtig.

Wie die US-Lehrerin in einem Facebook-Post zu Jahresbeginn vollkommen richtig feststellt, verliert die Karte laut offiziellem Reglement nämlich gehörig an Schärfe. Demnach lässt sich die Karte nämlich nur dann spielen, wenn man an der Reihe ist und gar keine andere Möglichkeit in der Hand hält als diese Karte auf den Ablagestapel zu legen.

Es wird aber noch lustiger: Hat der Betroffene Zweifel daran, dass die Karte rechtmäßig abgelegt worden ist, kann er den Ausspielenden dazu auffordern, sein Blatt herzuzeigen. Bewahrheitet sich der Schwindel, muss der Ausspielende vier Karten ziehen. Wurde er aber zu Unrecht verdächtigt, muss der Betroffene sogar sechs Karten ziehen.

Stille und heimliche Änderung

Dass die "+4"-Karte oftmals noch falsch verwendet wird, hat einen einfachen Grund: Ursprünglich stand im Regelwerk auch ausdrücklich, dass die Karte jederzeit gespielt werden könne. Erst in späteren Ausgaben änderte Hersteller Mattel das Regelwerk mehr oder weniger unauffällig.

Zur Beruhigung: Wirklich "falsch" machen kann man an Uno aber eigentlich nichts. Mattel selbst schlägt anlässlich der neu entfachten Diskussion um die "+4"-Karte an, dass man Uno am besten so spielt wie man es möchte. Idealerweise sollten dabei alle Spielteilnehmer einer Runde einer Meinung sein.