Fakten von

Falsche Leiche in der
Oststeiermark begraben

Angehörige wollten Toten zum letzten Mal sehen und bemerkten den Irrtum

Ein Bestattungsunternehmen aus der Oststeiermark hat versehentlich eine falsche Leiche begraben lassen. Erst als die andere Familie ihren Angehörigen das letzte Mal sehen wollten, fiel der Irrtum auf. Der Bestatter bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung". Die Verwechslung hat nun Konsequenzen: Ein eigenes Protokoll, das zwei Personen ausfüllen, soll vorbeugen.

Die Familie hatte den 90-jährigen Weizer noch einmal sehen wollen, ehe der Leichnam ins Krematorium sollte. Doch dazu kam es nicht, denn es lag ein 86-Jähriger aus St. Ruprecht an der Raab im Sarg. Dieser hätte eigentlich schon drei Tage zuvor begraben werden sollen. Da wurde aber irrtümlich der 90-Jährige zu Grabe getragen. Die Bestattung gab zu, dass ein Mitarbeiter den Fußzettel zu wenig beachtet hatte und es dadurch zur Wechslung gekommen war: "Es war ein menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf", erklärte der Chef.

Den Fehler behob man umgehend: Die Leiche des 90-Jährigen wurde exhumiert und nach Weiz gebracht, während die Leiche des 86-Jährigen mit einer Einsegnung in das richtige Grab in St. Ruprecht hinabgelassen wurde. Die Geschäftsführung zieht ihre Lehren aus dem Vorfall: Künftig soll ein eigenes Protokoll zu führen sein, dessen Richtigkeit zwei Personen unterschreiben müssen.

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