Fall Philipp K. von

"Chance auf neuen Prozess gering"

NEWS-Expertin analysiert das Urteil gegen den Jus-Studenten

© Video: NEWS.at

Das Gericht hat Philipp K. zu lebenslanger Haft verurteilt, sein Anwalt hat Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet - eine erneute Verhandlung ist allerdings unwahrscheinlich: "Da müssen schon wirklich neue Ermittlungsansätze da sein, damit einem Berufungsprozess stattgegeben wird. Die Chance auf einen zweiten Prozess ist gering", analysiert NEWS-Reporterin Martina Prewein. Sie hat den Mordfall Stefanie P. und den Prozess von Anfang an mitverfolgt.

Philipp K. soll seine Ex-Freundin erstochen, zerstückelt und ermordet haben. Er hat die Bluttat bis zuletzt bestritten, die Geschworenen sprachen den Angeklagten jedoch einstimmig schuldig. Verteidiger Ernst Schillhammer und Philipps Mutter Margit K. wollen weiterkämpfen: "Ich habe von der Mutter gehört, dass sie eine Armee von Detektiven auf den Fall ansetzen will, um die Wahrheit herauszufinden", erzählt Prewein im Gespräch mit NEWS.At.

Berufungsverhandlung ist unwahrscheinlich
Die Erfolgsaussichten auf einen neuen Prozess oder sogar einen Freispruch stehen allerdings sehr schlecht. "Wenn einmal so ein Urteil gefallen ist, kommt es nur in den seltensten Fällen vor, dass dieses Urteil aufgehoben wird oder überhaupt ein zweiter Prozess stattfindet. Und es ist sehr selten, dass in einem zweiten Prozess ein anderes Urteil gefällt wird", sagt die NEWS-Reporterin.

Philipp K. wurde nicht nur zu einer lebenslangen Haft verurteilt, sondern soll auch in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden. Derzeit sitzt der 23-Jährige in der Justizanstalt Wien-Josefstadt und dort wird er auch so lange bleiben bis das Urteil rechtskräftig ist. Danach gibt es mehrere Möglichkeiten. "Ich gehe davon aus, dass er in eine normale Haftanstalt wie Stein, Karlau, Garsten oder Suben kommen wird. Dort gibt es auch Abteilungen für geistig abnorme Rechtsbrecher. Am ehesten kommt er wahrscheinlich nach Stein", schildert Prewein.

"Er war eigentlich erstaunlich ruhig"
Den Urteilsspruch habe Philipp K. sehr gelassen und ruhig zur Kenntnis genommen. "Er war eigentlich erstaunlich ruhig die ganze Zeit und er hat eine sehr gute Rhetorik." Er habe vor Gericht nicht geweint oder ähnliche Emotionen gezeigt, aber das sei kein Indiz für Gefühlskälte, so Prewein: "Es hat Angeklagte gegeben, die vor Gericht fürchterlich geweint haben, aber die schrecklichsten Taten begangen haben."

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

in Ruhe gebadet :-) ... Herr Oliver noch in Ruhe ein Zigaretterl geraucht und kurz ein Bad genossen... hmm,...na ja, kein Wunder, sichtlich hat ihn der Anruf seines früheren Freundes scheinbar nicht wirklich überrascht *gg... was sagen Sie Herr O. :-)

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Re: in Ruhe gebadet Glück, dass bis dato scheinbar zum Tatzeitpunkt niemand einen anderen Verdächtigen aus der Wohnung des Herrn K. kommen hat sehen... so bleibt scheinbar doch Herr K. der einzige Zeuge der die Ermordete die letzten Stunden vor ihrem Tod noch lebend gesehen hat :-)

melden

Re: in Ruhe gebadet Der Oliver hat genauso Dreck am Stecken. Den sollte man auch mal gscheit unter die Lupe nehmen. So reagiert niemand wenn man ihn einen Mord gesteht.

melden

Re: in Ruhe gebadet Rein theoretisch (denn die polizeiliche Ermittlungen haben das sicher ausgeschlossen) : was wenn Phillip K gelinkt wurde und er tatsächlich weggetreten war während der Mord passierte?

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Re: in Ruhe gebadet Na ja... ich möchte Frau Steffi nicht als H. bezeichnen, auch wenn sie sich für Sexvidios mit anderen Typen hergab...und ich möchte Herrn K. nicht als Profi-Mörder bezeichnen, und Herrn O. nicht als coolen Typen. Aber was schon irgendwie auch komisch ist: Wenn ich eine zerstückelte Leiche morgens in meiner Wohnung finde, dann rufe ich die Polizei, oder - außer ich tät mir zutraun, dass ich das im Drogenrausch selber gemacht hab...und da sich Herr K. das scheinbar zugetraut hat, ist es eh besser man sperrt ihn weg, weil wer weiß, vielleicht passierts ja sonst "nochmal". Zu Herrn O. tät ich sagen,...Junge solltest du da auch Dreck am Stecken haben, hast du Glück wenn du diesmal heil aus der Sache rausgekommen bist - weil sowas geht nur 1x gut, merk dir das!!

Seite 1 von 1