Fall Mirco von

Er war ein "offenherziger Junge"

Mircos Mutter tritt mutmaßlichem Mörder ihres Sohnes vor Gericht gegenüber

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    Der Angeklagte Olaf H. soll den zehnjährigen Mirco ermordet haben.

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    Mirco war im September 2010 auf dem Heimweg von eine Skaterbahn verschwunden.

Die Mutter des ermordeten deutschen Mirco aus Grefrath ist heute im Gerichtssaal dem mutmaßlichen Killer ihres Sohnes gegenübergetreten. Im Zeugenstand des Schwurgerichts am Landgericht in Krefeld spricht Sandra S. rund 20 Minuten lang von ihrem toten Kind.

Laut "Bild" hat sie den zehnjährigen Mirco als einen zuverlässigen, lebhaften und "offenherzigen Jungen" beschrieben. Ihr Sohn sei kein ängstliches Kind gewesen. Zur Verhandlung ist auch der Vater von Mirco erschienen.

Das Ehepaar ist zum ersten Mal seit dem Tod von Mirco auf Olaf H. getroffen. Der Familienvater hat vor Gericht bereits gestanden den Zehnjährigen umgebracht zu haben. Er soll Mirco Anfang September 2010 entführt, missbraucht und mit einer Schnur erdrosselt zu haben.

Freunde sagen vor Gericht aus
Insgesamt werden rund 40 Zeugen vor Gericht vernommen. Darunter sollen sich laut einem Gerichtssprecher auch Freunde des Zehnjährigen befinden, die den Buben als letzte lebend gesehen haben, wie deutsche Medien berichten.

Mirco ist am 3. September 2010 abends auf dem Nachhauseweg von einer Skaterbahn in seinem Wohnort verschwunden. Die Polizei hat eine der größten Suchaktionen in der deutschen Geschichte gestartet, um Mirco zu finden.

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Bild.de (Foto der Mutter)