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Fall Kührer: Gericht wurde neues Gutachten angekündigt

Anwalt will innerhalb von 14 Tagen Expertise zu Suchtgiftkonsum des Opfers vorlegen

Aufgrund des Wiederaufnahmeantrags des 2013 wegen Mordes an Julia Kührer Verurteilten sind im Landesgericht Korneuburg am Mittwoch neben dem 55-Jährigen vier Zeugen befragt worden. Rechtsanwalt Wolfgang Blaschitz habe zudem ein neues Gutachten angekündigt, teilte die Medienstelle des Gerichts in einer Aussendung am Donnerstag zu der nicht öffentlichen Verhandlung mit.

Die Expertise soll demnach innerhalb der nächsten 14 Tage vorgelegt werden. Sie sei laut Blaschitz geeignet, die bisherigen Annahmen hinsichtlich des Suchtgiftkonsums des Opfers vor dessen Ableben infrage zu stellen.

Die Vernehmungen erbrachten laut Gericht "konkrete Hinweise auf eine weitere (Hörensagen-)Zeugin". Diesen Hinweisen werde nachgegangen. Sollte die Zeugin ausgeforscht werden können, sei ihre Vernehmung in einer weiteren nicht öffentlichen Verhandlung (gemäß §357 Abs. 2 StPO) vorgesehen.

Die Schülerin war 2006 aus Pulkau im Weinviertel verschwunden, fünf Jahre später wurde ihre Leiche in einem Erdkeller auf dem Grundstück des 55-Jährigen entdeckt. Eine Todesursache ließ sich allerdings nicht mehr eruieren.

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