Fall Julia Kührer von

Rückschlag für Polizei

Keine Spuren durch die DNA-Proben im Auto des tatverdächtigen Michael K.

Fall Julia Kührer - Rückschlag für Polizei © Bild: NEWS/Marcus Deak

Einen weiteren Rückschlag gibt es bei den Ermittlungen im Fall Julia Kührer. Durch die Polizei genommene ergänzende DNA-Proben im Auto des tatverdächtigen Michael K. hätten keine Spuren des fünf Jahre lang vermisst gewesenen Mädchens enthalten. Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, habe das bekanntgegeben.

Abgeschlossen sei der Fall damit aber noch nicht, so der "Kurier". In den kommenden Wochen sollen weitere polizeiliche Einvernahmen stattfinden. "Es gibt weitere Erhebungen im Umfeld von Julia Kührer", wurde Köhl zitiert. Aus "ermittlungstechnischen Gründen" wollte er keine näheren Details nennen.

Farid Rifaat, der Anwalt von Michael K., bestätigte laut "Kurier", dass die Polizei auch nach dem nunmehrigen Abschluss der Gutachten noch weiter ermitteln wird: "Ich gehe davon aus, dass die relevanten Zeugen und Tatverdächtigen nochmals einvernommen werden."

2006 verschwunden
Julia Kührer war am 27. Juni 2006 im Alter von 16 Jahren spurlos aus ihrem Heimatort Pulkau (Bezirk Hollabrunn) verschwunden. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten Nachbarn das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf einem Grundstück im nahen Dietmannsdorf. Dessen vorübergehend festgenommener Besitzer, der damals 50-jährige Michael K. aus Wien, musste wieder freigelassen werden, weil nach Ansicht des Gerichts "kein dringender Tatverdacht" bestand. Der Mann meint, die Leiche wäre von Unbekannten auf seinem Grundstück abgelegt worden.

Die Todesursache Julia Kührers war trotz monatelanger Untersuchungen durch Gutachter nicht festzustellen. Die sterblichen Überreste des Mädchens wurden am 4. Februar dieses Jahres in Pulkau beigesetzt.