Fall Julia Kührer von

Beschuldigter leugnet weiter

51-Jähriger will nichts mit der Tat zu tun haben - DNA-Test belastet ihn

Blumenschmuck beim Begräbnis von Julia Kührer. © Bild: APA/Herbert Pfarrhofer

Der im Fall Julia Kührer beschuldigte Michael K. (51) leugnet weiter, mit dem Tod des Mädchens etwas zu tun zu haben. Er wird nun in die Justizanstalt Korneuburg überstellt.

Der 51-Jährige war am Mittwochabend neuerlich festgenommen worden. Er stehe unter dringendem Tatverdacht, betonten Geiger und Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Prucher in einer Pressekonferenz in Wien. Mit einer in einer aufwendigen Analyse sichergestellten DNA-Spur auf einer Decke, in die Julia Kührers Leiche eingewickelt war, gebe es einen ersten Sachbeweis. "15 von 16 Merkmalspuren stimmten mit dem Profil des Verdächtigen überein", so Geiger.

Vor der Überstellung nach Korneuburg standen am Freitag seitens des Bundeskriminalamtesweitere Einvernahmen des 51-Jährigen an. Danach sind der Staatsanwalt und der Haftrichter am Wort.

Schon länger verdächtig

Michael K. war bereits nach der Auffindung des Skelettes der fünf Jahre vermisst gewesenen Juli Kührer aus Pulkau im Weinviertel Ende Juni 2011 festgenommen worden. Die sterblichen Überreste des Mädchens waren in einem Erdkeller auf seinem Grundstück im nahen Dietmannsdorf entdeckt worden. Aufgrund der damaligen Beweislage wurde der Verdächtige jedoch nach 48 Stunden vom Haftrichter entlassen, zumal keine Verbindung zwischen ihm und dem Opfer nachgewiesen werden konnte.

Die Verantwortung des Beschuldigten lautete, ein Fremdtäter habe die Leiche in dem Erdkeller abgelegt. Seitens der Staatsanwaltschaft Korneuburg hieß es in der Folge, der Mann bleibe verdächtig.

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