Fall Caspar von

Bub in Großbritannien

Aufenthaltsort offiziell bestätigt. Am Freitag Eilverhandlung vor Gericht.

Bub auf Spielplatz © Bild: Thinkstock/iStock

Der im Zuge eines Obsorgestreits von seinem eigenen Vater am Montag aus Baden "entführte" Vierjährige befinde sich auf der Insel Sark, bestätigte die Rechtsanwaltskanzlei Schönhart. Der 43-jährige Vater sei gefunden worden, als er sich mit seinen Rechtsanwälten auf der Nachbarinsel Guernsey beraten habe. Am dortigen Gericht solle in einer Eilverhandlung am Freitag über das weitere Schicksal des Buben entschieden werden. Die - von dem Geschehen nervlich schwer belastete - Mutter fliegt nach Angaben der Kanzlei demnächst auf die Insel im Ärmelkanal.

Seitens der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gibt es zu dem Fall vorerst keine Angaben, sagte Sprecher Erich Habitzl. Ein Ermittlungsverfahren sei anhängig, man prüfe die internationale Zuständigkeit in der Obsorgefrage.

Die Tageszeitung "Österreich" schrieb von einem "kniffligen" Fall, in den mehrere Länder involviert seien. Das Advokatenehepaar lebe getrennt, die - zu ihren Eltern nach Baden gezogene - Mutter (41) sei in Österreich geboren, der Vierjährige habe auch die deutsche sowie die britische Staatsbürgerschaft. Der Vater stamme von einer Insel im Ärmelkanal mit eigenem Recht und hat nach Angaben der Kanzlei auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der 43-Jährige war am Montag nach Baden gekommen und ging mit seinem Buben zu einem Spielplatz in einem Park. Während der die beiden begleitende Großvater eine Toilette aufgesucht habe, hätte sich der Mann mit dem Kind abgesetzt.

Kommentare