Fall Adelsmayr von

Endloser Prozess

Todesstrafe ist weiterhin nicht ausgeschlossen - Verhandlung erneut vertagt

Fall Adelsmayr - Endloser Prozess © Bild: APA/Gindl

Der 15. Verhandlungstag im Mordprozess gegen den Arzt Eugen Adelsmayr hat am Sonntag abermals wenig Neues zutage gefördert. Weil ein medizinischer Sachverständiger, der Angaben zum Todeszeitpunkt eines Patienten machen sollte, nicht vor Gericht erschienen ist, hat der Vorsitzende die Verhandlung auf 10. Juni vertagt.

Adelsmayr war bei dem Prozess - wie schon einige Male zuvor - nicht anwesend, berichtete der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal. Als Beobachter war der österreichische Botschafter dabei.

Dem 52-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zur Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler im Wüstenstaat ein Strafrahmen von drei Jahren Haft bis hin zur Todesstrafe. Der Mediziner hat die Vorwürfe stets bestritten.

Kommentare

renate49 melden

Wir glauben an sie Herr Adelsmayr... sehr wahrscheinlich stehen alle österreicher und auch sehr viele andere, hinter ihnen. es ist ein wahnsinn was man ihnen mit der ewigen verzögerung des urteils und noch mehr mit der unsinnigen anschuldigung antut.
die besten wünsche und viel kraft da sie ja auch den schmerzlichen verlust ihrer frau zu verarbeiten haben.

thunderwonder melden

Re: Wir glauben an sie Herr Adelsmayr... Woher wissen Sie, dass die Anschuldigungen (= die Anklage) unsinnig ist?! Natürlich bin ich ebenfalls ein strikter Gegner der Todesstrafe - aber warum ist Ihnen klar, dass der gute Herr auf keinen Fall einen Tatbestand des dortigen Strafrechts verwirklicht hat?
Ach...ich weiß es schon...Weil er Österreicher ist, nicht wahr?!

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