Fakten: So wird die neue Schule

Nach dem Politkompromiss: Das will die Schulexpertenkommission.

Fakten: So wird die neue Schule

Die Details zur neuen Gesamtschule: kaum noch Sitzenbleiben, Noten erst am Schluss und spezielle Förderungen.

Während die beiden Regierungsverhandler Claudia Schmied (SPÖ) und Johannes Hahn (ÖVP) ein bisschen blass und mit etwas gequältem Lächeln den so mühsam gefundenen kleinsten gemeinsamen Nenner als großen bildungspolitischen Wurf zu verkaufen trachteten, vergaben die jeweiligen Fanklubs bereits die Noten für das ganze Projekt: „Sehr gut!“ und „Sieg!“, tönten flugs die einen, „Blamabel!“ und „Nicht genügend!“, riefen gleich die anderen.

Dabei brüten die Mitglieder der Schulexpertenkommission noch über dem Feinschliff ihrer Vorschläge für eine Schule der Zukunft. Ihr Konzept soll in zwei Wochen vorliegen. Sie hätten sich von der Politik mehr Spielraum für die Erprobung ihrer Ideen gewünscht. Doch meint etwa der Vorsitzende der Gruppe, Bernd Schilcher: „Das Wichtigste ist mir, dass wir starten können.“ Auch seine Expertenkollegin Enja Riegel, die Deutschlands im Pisa-Test erfolgreichste Schule leitete – ausgerechnet eine auch in Deutschland so skeptisch beäugte Gesamtschule –, war gegen eine weitere Verschiebung des Starts: „Sonst wird das nur zerredet.“

„Das wird sich durchsetzen.“ Klaus Tasch hat nach 16 Jahren Erfahrung gemeinsamer Schule für 10- bis 14-Jährige „keinen Zweifel“ daran, dass sich das Modell durchsetzen wird. Er leitet im Schulverbund Graz-West, in dem seit 1991 SchülerInnen mit und ohne „AHS-Reife“ gemeinsam lernen, die AHS Klusemannstraße. Grundlage für den Schulverbund, der aus der AHS und fünf Hauptschulen besteht, ist das Modell der Kooperativen Mittelschule. Keineswegs wird dabei nivelliert, wie viele befürchten, sagt Tasch, im Gegenteil: „Wir sehen das ja an unseren ersten Absolventen, die sich im Studium hervorragend bewähren.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS