Fakten von

5 Fakten zum 12-
Stunden-Arbeitstag

Was die Ausweitung der Tageshöchstarbeitszeit ändern würde - Ihre Meinung dazu?

Arbeiten © Bild: Thinkstock

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will es endlich angehen und die Ausweitung der Tageshöchstarbeitszeit von zehn auf zwölf Stunden im kommenden Jahr angehen. Das sagte er am Donnerstag in der Fragestunde des Nationalrats. News.at hat die fünf wichtigsten Fakten dazu zusammengetragen.

Wann sollen 12-Stunden-Arbeitstage erlaubt sein?
Laut dem aktuellen Vorschlag sollen längere Arbeitszeiten bei Gleitzeitverträgen zum Tragen kommen. Dass eine solche Verlängerung bei Dienstreisen und Montagen kommt, wurde erst kürzlich beim Arbeitsmarktgipfel von Regierung und Sozialpartnern bekräftigt.

Sollen Arbeitnehmer dadurch mehr arbeiten müssen?
Die Wochenarbeitszeit soll unverändert bleiben. Das bedeutet, dass es nicht um eine Erhöhung der Arbeitszeit an sich, sondern um eine Umverteilung und Flexibilisierung geht. Die Stundenanzahl pro Woche bleibt also gleich, doch es könnte sich die Anzahl der Arbeitstage verringern.

Wer bestimmt, wie lange gearbeitet werden soll?
Arbeitnehmer sollen sich bei Gleitzeitverträgen die Arbeitszeit noch freier einteilen können. Allerdings ist auch der umgekehrte Fall möglich: nämlich dass der Arbeitgeber von sich aus einen 12-Stunden-Tag anordnet.

Welche negativen Effekte befürchten Experten?
Arbeitsrechtsexperten sehen die Möglichkeit, dass sich der Druck auf Arbeitnehmer massiv erhöht. Lange Arbeitstage implizieren verkürzte Erholungsphasen - die Regeneration wird somit auf ein "langes Wochenende" verschoben, was Erschöpfungszustände (Stichwort Burnout) begünstigt und mit weniger Lebensqualität unter der Woche verbunden ist. Arbeitstage von 10 bis 12 Stunden sind etwa für Eltern schwer mit den Betreuungszeiten der Kinder zu vereinen. In vielen Branchen werden längere Arbeitszeiten gar als gesundheitsgefährdend eingestuft. Ob dies auch auf Bürojobs zutrifft, wird im Moment heftig diskutiert. In Berufen, bei deren Ausübung große Genauigkeit wichtig ist, wird auf jeden Fall ein Ansteigen der Fehlerhäufigkeit befürchtet.

Wie sieht die aktuelle Regelung aus?
In Österreich gibt es eine Normalarbeitszeit von 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche. Die maximale Arbeitszeit beträgt 10 Stunden pro Tag und 50 Stunden pro Woche. Als Überstunden gelten jene geleisteten Stunden, die über die Normalarbeitszeit hinausgehen. Die Arbeitszeitregelung kann jedoch durch mehrere Ausnahmen reguliert und dadurch erhöht werden. Durch diese kann bereits jetzt eine tägliche Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden zustande kommen.

Was halten Sie davon?

Sind Sie für den 12-Stunden-Arbeitstag?

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Kommentare

Sophie35 melden

Es ist aber so, dass wenn "einmal ?!?" was von Mitterlehner kommt es nie zu Gunsten der Arbeitnehmer ist ...und immer stinkt !!!
Er sollte sich mehr dafür interessieren, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden, damit sich die Klein und Mittelbetriebe überhaupt noch Personal leisten können. Dieser Wichtigtuer will permanent nur auf unsere Kosten sparen.z.B. Erhöhung der Pensionszeiten u.s.w....

christian95 melden

Weiterhin bekommen Bauern bis zu € 125.000 Förderungen im Jahr. Das sind über € 10.000 netto im Monat.
Von so einer Großzügigkleit können Arbeitslose nur träumen. Für Bauern ist es weiterhin kein Nachteil ÖVP zu wählen.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Es ist erschreckend, welch hirnverbrannte Postings es hier gibt! Die haben das oben geschriebene überhaupt nicht kapiert, wahrscheinlich auch nicht zu Ende gelesen! Ich weiss schon, nicht jeder kann Inteligent sein, aber hier hat ja der "gesunde Menschenverstand" offensichtlich Urlaub!

christian95 melden

Das stimmt!
Da will uns Mitterlehner erklären, "Arbeitnehmer können sich ihre Zeit freier einteilen können". Wo lebt denn dieser Mensch? Wenn viel Arbeit vorhanden ist muss der Arbeitnehmer vor Ort sein, gibt es weniger Arbeit wird er nach Hause geschickt. Dazu kann man in der Privatwirtschaft Ja oder Ja sagen oder sich sofort einen anderen Arbeitsplatz suchen.

christian95 melden

So wie der EU Beitritt der Gewinnmaximierung für Unternehmer galt, so wird der 12 Stunden Tag NIEMALS zum Vorteil der Arbeitnehmer sein. (Billigarbeiter aus der Südosten der EU überschwemmen unseren Arbeitsmarkt.)

christian95 melden

SPÖ Gewerkschafter wollen eine Arbeitszeitverkürzung, die ÖVP längere Arbeitszeiten. - Was wird kommen?

strizzi1949
strizzi1949 melden

Und was hat Ihr Beitrag jetzt mit meinem Posting zu tun?
Auch Sie haben offensichtlich ein Defizit mit dem sinnerfassenden Lesen!

LMAO ..... und das von der ÖVP ... also ehrlich. ich denk immer micht macht nix mehr sprachlos, aber das hier .....

Im Parlament stimmen SPÖ+ÖVP Gewerkschafter miot den AK Funktionäre einem 12 Stunden Tag zu. Bei Lohnerhöhungen verlangen sie dann kürzere Arbeitszeiten. - Und die Leute freuen sich auch noch über diese Verars..ung

neusiedlersee melden

Mit einer langsam verblödenden Bevölkerung kann eine sogenannte "christliche" Volkspartei und eine geistig verschrumpelte Sozialdemokratie alles machen. Und es wird immer genug Zustimmende geben.
Zizerlweise werden Rechte beschnitten und die Betroffenen schauen sich das an und verstehen nichts, wie der Ochs vorm neugestrichenen Tor ratlos schaut und nicht weiß wo er hingehört.


christian95 melden

Nicht nur das. Die Leute freuen sich darüber und wählen sie zum Dank immer wieder.
Der Staat überwacht uns immer mehr, jedes Jahr kommen weitere zig 1.000e neuer Vorschriften dazu, die Reichen werden immer reicher usw.

christian95 melden

Figl, Raab, Jonas, Körner bis Kreisky...... die müssen sich alle im Grabe um drehen wenn sie sehen was ihre Nachfolger aus diesem schönen Land gemacht haben. Mit einer deutlich kleineren Regierung haben sie sogar den zerbomten Staat und unsere Sozialleistungen aufgebaut.

Oberon
Oberon melden

Am Idealsten wäre es natürlich, mehr arbeiten und weniger Bezahlung. Aber - dann wären wir ja ein Dritte-Welt-Land...

christian95 melden

So lange ÖVP (Wirtschaft) und SPÖ Gewerkschaft) Lohnerhöhungen nach Prozenten abschließen sind wir auf dem Weg dort hin. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Ein Arbeiter bekommt € 40.- brutto, ein "Manager" € 450.-. Die Steuern und Abgaben bleiben aber für JEDEN gleich!

christian95 melden

Arbeiter in der Privatwirtschaft sollen bis 65 oder noch länger arbeiten. Parteigünstlinge bei Post und Bahn werden oft schon mit 50 in Pension geschickt.

neusiedlersee melden

Und ein sogenannter "Sozial"minister von den "Sozial"demokraten soll Bundespräsident werden.
Langsam wird's gruslich.

christian95 melden

... und sozialistisch heißt nicht sozial.

rrrudi05 melden

Wer hält es für möglich, dass es in Österreich eine Branche gibt, in der die Normalarbeitszeit 55 Std pro Woche vorsieht und das bei einer Entlohnung von 1100 Euro (Brutto) ???

christian95 melden

Aber die Gewerkschaft will für Beamte eine Arbeitszeitverkürzung!

christian95 melden

Unsere Vorfahren müssen sich im Grabe umdrehen!
Seit 1890 kämpfen Gewerkschafter für einen 8 Stunden Tag. Erst unter Kreisky in den 1970er Jahren wurde diese Forderung verwirklicht. Nun will die Wirtschaftspartei ÖVP mit Zustimmung der ehemaligen "Arbeiterpartei" SPÖ wieder zum 12 Stunden Tag zurück.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Hey "Mann", wir haben die 40-Stunden-Woche! Und die bleibt auch! Wo also ist das Problem, wenn ich zwei Stunden länger arbeite, von Montag bis Donnerstag? Dann brauch ich halt am Freitag nicht arbeiten! Hören Sie doch endlich auf, diesen Schwachsinn zu labbern!

neusiedlersee melden

1) Es ist ein Unterschied ob man Bauarbeiter od. Büroangestellter ist
2) Rechte werden immer zizerlweise beschnitten. Mit etwas Vorstellungskraft kann man sich nächste vorstellen.
Oder kann das strizzi nicht?

strizzi1949
strizzi1949 melden

Doch, ich kann mir vieles vorstellen - und - ich hab 45 Jahre gearbeitet! Wie ich begonnen habe damit, war von der 40-Stunden-Woche noch keine Rede! Aber heute haben wir sie! Ich hätte gerne manchmal mehr als 10 Stunden am Stück gearbeitet, um mit meiner Arbeit früher fertig zu werden, durfte aber nicht, damit mein Arbeitgeber keine Schwierigkeiten bekommt!

strizzi1949
strizzi1949 melden

Das ist hier doch alles Panikmache und geht am Thema vorbei! Und was die Bauarbeiter oder Büroangestellten anbelangt - wenn einem der Beruf zu anstrengend ist, muss man halt wechseln, wenn man kann! Und wenn man nicht kann, weil man zuwenig gelernt hat, ist man schliesslich selber Schuld und sollte den Fehler nicht bei den Anderen suchen!

Kunstpoet melden

@ Strizzi
Sie schreiben vom Sinnerfassenden Lesen können, und sind nicht in der Lage einen grammatisch richtigen Satz zu verfassen.
Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, wieviele überqualifizierte Menschen Jobs ausüben, die weit unter Ihren Fähigkeiten liegen? Vielleicht lesen Sie den Artikel noch einmal um zu kapieren worum es wirklich geht. Aber vielleicht ist das zuviel verlangt....

strizzi1949
strizzi1949 melden

@Kunstpoet
Hallo? Da matschkert der Richtige und schreibt von grammatisch anstatt grammatikalisch !!! Ich würde einmal vor meiner eigenen Türe kehren, bevor Sie die Schreibweise eines Anderen kritisieren! Welcher meiner Sätze ist übrigens der von Ihnen bemängelte?
Was haben die Überqualifizierten eigentlich damit zu tun, ob 10 oder 12 Stunden am Tag gearbeitet werden darf?

Kunstpoet melden

Ich bezog mich auf Ihren Satz "Und wenn man nichts kann etc. etc."
Sie werden akzeptieren müssen, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben. Man kann auch jetzt schon länger arbeiten wenn man will (manche müssen dass sogar sic) Bei diese Regelung jedoch kann der AN dazu gezwungen werden. Und genau darum gehts.

Kunstpoet melden

Und nun ein kleiner Exkurs für Herrn Strizzi:
Grammatikalisch bedeutet, bzw bezieht sich auf den Inhalt.
Grammatisch bezieht sich auf den od. die Rechtschreibfehler.
Und diese habe ich auch gemeint. Also noch ein bissi üüüben (ups das war ja jetzt ein Fähler....)

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