Fahrschulpreise sind laut AK viel zu hoch: Große Differenzen zwischen Bundesländern

Ausbildung kostet in Österreich bis zu 2.100 Euro Günstig sind Wien und Tirol, teuer Niederösterreich

Fahrschulpreise sind laut AK viel zu hoch: Große Differenzen zwischen Bundesländern

Autofahren ist ein Luxus. Nicht nur die hohen Benzinpreise, auch die Kosten für die Fahrausbildung in Österreich nehmen laut Arbeiterkammer Wien (AK) ungeahnte Ausmaße an. Bis zu 2.100 Euro muss demnach ein Führerscheinkandidat in Österreich für den rosa Schein bezahlen. Zu diesem Ergebnis kam eine österreichweite AK-Erhebung der Kosten bei 300 Fahrschulen.

Durchschnittlich kostet die B-Führerscheinausbildung in Österreich 1.545 Euro, exklusive der Ausgaben für Lernunterlagen, Erste-Hilfe-Kurs, Arzt und Behördengebühren. "Bei einem durchschnittlichen Netto-Monatseinkommen von 1.200 Euro müssen schon fast eineinhalb Monatsgehälter bezahlt werden", sagte Maria Kubitschek, AK-Wirtschaftsbereichsleiterin.

Fehlende Transparenz
Besonders die fehlende Transparenz der Fahrschulen wurde kritisiert: "Für Fahrschüler und Eltern ist es unmöglich, sich einen Überblick über die tatsächlichen Kosten zu schaffen", so Kubitschek. Besonders problematisch sei dies, weil die Fahrschulen durch eine Gesetzesänderung im Jänner dieses Jahres selbst bestimmen können, wie viele Fahrstunden der Kandidat braucht. Die "Preisfantasien" seien unbegrenzt.

Große Differenzen zwischen den Bundesländern
Beträchtliche Unterschiede bei den Preisen gibt es der Studie zufolge in den Bundesländern. So seien etwa Vorarlberg und Niederösterreich die teuersten Bundesländer, in denen man seine Lenkerberechtigung erwerben kann. Der Durchschnittspreis bewege sich bei etwa 1.700 Euro. Weitaus günstiger seien die Bundeshauptstadt und Tirol: Zwischen Niederösterreich und Tirol gäbe es eine Preisdifferenz von 646 Euro.

AK-Tipps für Führerscheinkandidaten
- Preise vergleichen ist wichtig, auch Nebenkosten sollten
erhoben werden.
- Achtung bei Pauschalangeboten: Angebote von Pauschalpaketen
sollten überprüft werden. Einzelstunden seien teilweise
beträchtlich billiger.
(APA/red)