Fakten von

Fahndung nach Attentäter
von Istanbul geht weiter

Aufnahmen und Fingerabdrücke sichergestellt

Nach dem verheerenden Angriff auf eine Silvesterfeier im Istanbuler Nachtclub Reina fahndet die Polizei weiter nach dem Täter und möglichen Komplizen. Zwar gab es mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit dem Attentat, das die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamiert. Der flüchtige Angreifer war bisher aber nicht darunter.

Die türkische Regierung schloss eine nochmalige Verlängerung des Ausnahmezustandes im Land nicht aus - und will ihren Militäreinsatz gegen den IS im benachbarten Syrien auch nach dem Attentat fortsetzen. Mindestens ein bewaffneter Angreifer war kurz nach Anbruch des neuen Jahres in den exklusiven Club am Bosporusufer eingedrungen und hatte das Feuer auf Hunderte Feiernde eröffnet.

Augenzeugen zufolge soll er auf dem Boden liegenden Menschen gezielt in den Kopf geschossen haben, wie die Zeitung "Hürriyet Daily News" berichtete. Anschließend habe sich der Täter umgezogen, seine Waffe gereinigt, während der Panik den Club verlassen - und dann in einem Taxi das Weite gesucht. Im Kugelhagel starben 39 Menschen, zwei davon aus Bayern.