Fachfrau Hanna Gronkiewicz-Waltz im Warschauer Rathaus: Erste Bürgermeisterin

Gilt als "eine Frau aus Stahl, mit großem Herzen" 1992-2000 erfolgreiche Präsidentin der Zentralbank

Fachfrau Hanna Gronkiewicz-Waltz im Warschauer Rathaus: Erste Bürgermeisterin

Hanna Gronkiewicz-Waltz von der rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) wird die erste Bürgermeisterin der polnischen Hauptstadt sein. Als "eine Frau aus Stahl, mit großem Herzen", bezeichnete sie der PO-Vorsitzende Donald Tusk. Sie wurde am 4. November 1952 in der mittelpolnischen Stadt Plock geboren, ist aber seit Generationen mit Warschau verbunden. Ihr Vater kämpfte 1944 im Warschauer Aufstand und nach dem Krieg verteidigte er als Anwalt politische Oppositionelle.

Hanna Gronkiewicz-Waltz von der rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) wird die erste Bürgermeisterin der polnischen Hauptstadt sein. Als "eine Frau aus Stahl, mit großem Herzen", bezeichnete sie der PO-Vorsitzende Donald Tusk. Sie wurde am 4. November 1952 in der mittelpolnischen Stadt Plock geboren, ist aber seit Generationen mit Warschau verbunden. Ihr Vater kämpfte 1944 im Warschauer Aufstand und nach dem Krieg verteidigte er als Anwalt politische Oppositionelle.

Gronkiewicz-Waltz setzte die Familientradition fort und absolvierte ein Jusstudium an der Warschauer Universität. Anschließend widmete sie sich der wissenschaftlichen Arbeit. Seit 1994 ist sie Professorin an der Fakultät für Recht und Verwaltung. Ab 1980 war sie Mitglied und eine der Gründer der oppositionellen Gewerkschaft Solidarnosc an der Warschauer Universität. Nach der Wende engagierte sie sich im öffentlichen Leben Polens.

In den Jahren 1992-2000 war Gronkiewicz-Waltz Präsidentin der Zentralbank (NBP). Auf dem Posten zeichnete sie sich laut Beobachtern als unabhängige und kompetente Person aus und ließ die polnische Geldpolitik nicht von der Politik beeinflussen. In den Jahren 2001-2004 war sie Vizevorsitzende der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in London. In den Jahren 1994, 1997, 1998 und 1999 gehörte sie laut einem Ranking des amerikanischen Magazins "Global Finance" zu den besten Zentralbankpräsidenten der Welt.

Gronkiewicz entschied sich 1995, als unabhängige Kandidatin an der polnischen Präsidentenwahl teilzunehmen, bekam aber nur 2,67 Prozent der Stimmen. Sie wurde damals von einigen katholischen Gruppierungen unterstützt. In die große Politik kam sie erst 2005, als sie sich der rechtsliberalen Bürgerplattform anschloss. PO-Chef Tusk beauftragte sie mit der Reform der lokalen Parteistrukturen in Warschau. Im Rahmen dieser Aufgabe "reinigte" sie die Partei von mehreren umstrittenen Lokalpolitikern.

(apa/red)