Facelift für den Tennis-Zirkus: ATP plant umfassende Neuerungen schon ab 2007

Instant replay feiert Premiere - Neuer Gruppenmodus Best-of-five nur noch bei Grand Slams und Daviscup

In ihrem Bemühen um eine ständige Weiterentwicklung des Sports hat die ATP in den nächsten Jahren drastische Änderungen im Talon. Schon ab 2007 werden einige Turniere nicht mehr nach dem traditionellen Tableau-Verfahren, sondern in Round Robins gespielt. Die 32-er-Raster sollen in Vierer-Gruppen, die 48-er-Tableaus in 3-er-Gruppen absolviert werden.

Außerdem gibt es auf der ATP-Tour keine best-of-five Matches mehr, die Turniere sollen schon am Sonntag beginnen und auch das Preisgeld wird erhöht. Zunächst soll das neue System bei ein paar Turnieren getestet werden und dann sukzessive bis zum Jahr 2009 ganz umgesetzt werden. Bis dahin soll ein komplett neuer Turnierkalender erstellt werden. Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, begrüßt vorerst einmal diese Entwicklung: "Man hat einmal fix zwei Partien, was einmal positiv ist", sagte der Niederösterreicher.

Die Zeiten von Erstrunden-Niederlagen könnten also ebenso bald vorbei sein, wie auch die mitunter lustlosen Auftritte von Topstars, die nur zum "Abkassieren" anreisen. "Im Endeffekt geht es darum, den Sport besser zu vermarkten. Und natürlich auch darum, dass wir mehr verdienen und wenn es dadurch bessere Verträge gibt, dann wird jeder dieses System gerne spielen", spricht Melzer Klartext.

Neu bei den US Open ist heuer das "instant replay", also eine Zeitlupenwiederholung mit der "hawk eye-Technologie". Zweimal pro Satz dürfen die Akteure strittige Linienbälle in der Zeitlupe anschauen, sollten sie Recht bekommen, dann bleibt es bei den zwei Möglichkeiten zum Einspruch. Sollte es zu einem Tie-Break kommen, gibt es eine zusätzliche Chance, die moderne Technik zu Hilfe zu ziehen.

(apa)