FA-Cup von

Klassiker in Liverpool

"Reds" empfangen Manchester United. Scharner, Weimann und Ertl auch dabei.

FA-Cup - Klassiker in Liverpool © Bild: GEPA/Luger

Mit der Partie Liverpool gegen Manchester United hat die vierte Runde des prestigeträchtigen FA-Cup ihre große Schlagerpaarung. Vor dem heutigen Samstags-Hit an der Anfield Road stand aber nicht nur das Sportliche im Mittelpunkt. Seit der Causa Luis Suarez scheint das Klima zwischen den "Reds" aus Liverpool und den "Red Devils" aus Manchester deutlich abgekühlt zu sein.

Liverpool versalzte erst am Mittwoch einem Team aus Manchester die Suppe und zog mit einem 2:2 gegen City ins Ligacup-Finale ein. Aufgrund der aussichtslosen Lage auf Platz sieben in der Premier League bleiben die Cup-Bewerbe für die Mannschaft von Trainer Kenny Dalglish die einzigen Chancen auf einen Titel in dieser Saison. "Wir wollen dort anschließen, wo wir am Mittwoch aufgehört haben", kündigte der Schotte an.

Ferguson beruhigt
Sein engerer Landsmann Alex Ferguson versuchte, vor dem Kampf um den Achtelfinal-Einzug die Emotionen nicht zu hoch gehen zu lassen. Der 70-Jährige appellierte an die zu tausenden nach Liverpool reisenden Anhänger, ihre Mannschaft "positiv, witzig und laut" zu unterstützen. Den Vorfall zwischen Patrice Evra und Suarez, dessen Sperre für acht Spiele Ferguson als gerecht bezeichnet hatte, ließ der Sir unerwähnt.

Chelsea zog mittlerweile mit einem 1:0-Arbeitssieg bei den Queens Park Rangers ins Achtelfinale ein. Im 50. West-Londoner Derby erzielte der spanische Teamstürmer Juan Mata per Foulelfer (62.) das Goldtor für den sechsfachen FA-Cup-Sieger. Die Partie fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem Chelsea-Kapitän John Terry QPR-Verteidiger Anton Ferdinand bei der 0:1-Premier-League-Niederlage im Oktober rassistisch beleidigt haben soll. Terry muss sich deshalb am Mittwoch vor dem West London's Magistrate Court verantworten.

In den englischen Medien war befürchtet worden, dass Ferdinand den Handschlag des Kapitäns der englischen Fußball-Nationalmannschaft ausschlägt oder gar das ganze Rangers-Team dies tut. Deswegen hatte Englands Fußballverband (FA) das traditionelle Shakehands beider Teams abgesagt, um "weitere Spannungen zu verhindern". Schließlich gaben sich aber Terry und Queens-Park-Kapitän Joey Barton im Mittelkreis fair die Hand.

Scharner fällt aus
Aus österreichischer Sicht sind noch drei England-Legionäre ins Rennen um das Endspiel im Wembley-Stadion involviert. Paul Scharner wird für West Bromwich Albion am Samstag gegen Norwich City aber voraussichtlich pausieren. Der Niederösterreicher laboriert an Problemen mit der Achillessehne. Trainer Roy Hodgson will ihm mit Blick auf die anstehenden Spiele in der Premier League eine Pause gönnen.

Andreas Weimann trifft mit Aston Villa in einem weiteren Duell zweier Premier-League-Clubs am Sonntag auswärts auf Arsenal. Der beim Drittligisten Sheffield United engagierte Johannes Ertl bekommt es Samstag vor heimischer Kulisse mit Zweitligist Birmingham City zu tun.