Eyjafjalla war erst der Anfang: Britische
Experten warnen vor Serie von Aschewolken

Drei weitere Vulkane in Island stehen vor Ausbruch Wiener Meteorologen: Wolke kommt nach Österreich

Eyjafjalla war erst der Anfang: Britische
Experten warnen vor Serie von Aschewolken © Bild: Reuters/Juliusson

Die Aschewolke aus Island sorgt immer wieder für Chaos im europäischen Luftraum und geht es nach britischen Experten, so ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Eyjafjallajökull ist erst der Anfang, wie die Wissenschaftler gegenüber der britischen Zeitung "Sunday Times" erklärten. Sie warnen vor einer Serie von Vulkanausbrüchen, die Europa über Jahrzehnte in Atem halten könnte. Unterdessen bewegt sich die Aschewolke auf uns zu. Sie wird in der Nacht auf Mittwoch in Österreich erwartet, berichteten Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien.

Die Vulkanausbrüche in Island unterliegen einem Zyklus, betonten die britischen Forscher. Die relativ ruhige Phase der letzten 50 Jahre geht jetzt zu Ende und die Vulkanaktivität nimmt wieder zu, so die Experten. Laut dem Vulkanologen Thor Thordarson stehen drei weitere große isländische Vulkane, Grimsvotn, Hekla und Askja, vor dem Ausbruch.

Und es gibt noch eine weitere Gefahrenquelle: Geologen befürchten einen Ausbruch des Vulkans Katla, der zehn Mal stärker wäre als jener seines kleinen Nachbarn Eyjafjallajökull. Der Ausbruch eines Vulkans löse zuweilen die Eruption eines weiteren in der Nähe aus, erklärt der Geophysiker Pall Einarsson von der Universität Island, und Katla und Eyjafjalla seien schon früher im Doppelpack aktiv gewesen.

Aschewolke kommt nach Österreich
Derzeit ist Europa mit der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull vollauf beschäftigt. Erneut sind zahlreiche Flüge ausgefallen. In der Nacht auf Mittwoch soll die Vulkanasche aus Island Österreich erreichen. Die Intensität der Aschepartikel sei noch unsicher, so die Meteorologen. Laut Austro Control könne ein Flugverbot aus derzeitiger Sicht für die nächsten 24 Stunden ausgeschlossen werden, sagte deren Sprecher Sprecher Markus Pohanka.

Die Austro Control sei in ständigem Kontakt mit Meteorologen sowie den Krisenstäben der Flugsicherungsbehörden, Airlines und Flughäfen. Die Sicherheit habe weiterhin oberste Priorität. Wenn es notwendig sei, dann werden vom Krisenteam die notwendigen Maßnahmen getroffen. Österreich befindet sich derzeit in der dritten, unbelasteten Zone, in der Flugverkehr völlig unbedenklich durchgeführt werden könne, so Austro Control-Sprecher Pohanka. Die Situation werde natürlich weiter beobachtet.

Laut ZAMG wird das Maximum der Konzentration in der Nacht auf Mittwoch über dem Westen von Österreich und dem zentralen Alpenbereich erwartet. Die modellierten Konzentrationen seien aber tendenziell abnehmend. Der derzeit herrschende Niederschlag sei ein großer Unsicherheitsfaktor, da Regen die Asche auswasche.

(apa/red)

Kommentare

Tja Der Maya Kalender läuft in 2,5 Jahren aus... Die Planeten rücken täglich mehr in Position - und die Naturkatastrophen werden immer schlimmer.
Tsunamis, Tornados, Erdbeeben und eben auch Vulkanausbrüche.... ;-)

uff mich wundert das nicht wirklich, euch etwa?

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