Explosionen und Flammen im Post-Lkw:
Post will Hergang in der Steiermark klären

Fahrer bemerkte Flammen und setzte Notruf ab Pakete verbrannten fast vollständig im Laderaum

Explosionen und Flammen im Post-Lkw:
Post will Hergang in der Steiermark klären © Bild: APA/Roland Schlager

In der Obersteiermark ist ein Post-Lkw in Flammen aufgegangen. Dies teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Liezen mit. Der Fahrer konnte sich und eine Box mit Wertsendungen noch retten, bevor das Fahrzeug ausbrannte.

Das Lieferauto war von Salzburg nach Liezen unterwegs gewesen, als es aus noch unbekannter Ursache Feuer fing. In einigen der Pakete dürfte brennbare Substanzen gewesen sein, berichtete die Feuerwehr. Bei der Post will man nun den Hergang des Brandes klären lassen, so ein Sprecher.

Flammen im Lkw
Während der Fahrt von Salzburg nach Liezen auf der B320 Ennstalbundesstraße bemerkte der Post-Lenker plötzlich Flammen an seinem Lkw. Er hielt das Schwerfahrzeug auf der Abbiegespur bei Pruggern an und setzte einen Notruf ab. Die Feuerwehren Pruggern, Stein an der Enns und Gröbming sowie das Rote Kreuz rasten zur Brandstelle, mit schwerem Atemschutz wurde gegen das Feuer vorgegangen. Während der Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte von Explosionen im Laderaum - verursacht durch Pakete mit brennbaren Substanzen - überrascht, doch nach einer halben Stunde war alles unter Kontrolle.

Die geladene Fracht, neun Rollcontainer mit Post für die Stadt Liezen und Umgebung wurden von den Einsatzkräften nach Öffnen der Ladebordwand vom Lkw geholt und nachgelöscht, waren jedoch nicht mehr zu gebrauchen. "Der Werbeslogan 'Die Post bringt allen was' dürfte für heute also nicht Realität sein", so ein Feuerwehrmann.

Klärung der Ursachen
Bei der Post will man nun die Ursache klären lassen. Der Lenker habe die gesondert abgepackten Wertsendungen retten können, für die verbrannten Poststücke werde es Schadenersatz geben, sofern diese als Pakete oder per Einschreiben geschickt worden seien, so Sprecher Andreas Bachler zur APA. Bei Paketen gebe es eine Höchstgrenze von 1.500 Euro, bei Einschreiben von 72,67 Euro. Bei Briefen gebe es nach den Geschäftsbedingungen keine Haftung.
(apa/red)