Fakten von

Explosion in osttürkischer
Stadt Van: Mehrere Verletzte

Politiker von Erdogans AKP berichtet von elf Verletzten und keinen Todesopfern

In der osttürkischen Stadt Van ist es am Montag zu einer Explosion gekommen. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Ein Politiker der regierenden AK-Partei sagte dem Sender CNN Türk, dass elf Menschen verletzt, aber niemand getötet wurde.

Van ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die an der Grenze zum Iran liegt. Sie wird überwiegend von Kurden bewohnt. Im Südosten der Türkei kommt es seit Monaten immer wieder zu Gefechten zwischen dem Militär und der nach Autonomie strebenden Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Im Juli 2015 zerbrach ein Waffenstillstand, der zweieinhalb Jahre gehalten hatte.

Ein Sprengsatz sei zwischen dem Gouverneursbüro und dem Provinzbüro der islamisch-konservativen AK-Partei detoniert, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Der AKP-Abgeordnete der Provinz Van, Burhan Kayatürk, sagte dem Sender CNN Türk, es habe sich mutmaßlich um einen Anschlag gegen die AKP und die das Gebäude schützende Polizei gehandelt.

Laut CNN Türk wurden 19 Menschen verletzt, darunter zwei Polizeibeamte. Andere Quellen berichteten von elf Verletzten. Von Todesopfern war zunächst nichts bekannt.

Die türkische Regierung hatte am Sonntag zahlreiche Gebietsverwaltungen im Südosten unter Zwangsverwaltung gestellt und die gewählten Gemeindevorsitzenden durch regierungsnahe Verwalter ersetzt. Von der Maßnahme sind auch vier Bezirke in der Provinz Van betroffen. Unklar war zunächst, ob der mutmaßliche Anschlag im Zusammenhang mit der Maßnahme der Regierung steht.

Kommentare