Antwerpen von

Tote bei Wohnhäuser-Explosion

Ein terroristischer Hintergrund gilt als unwahrscheinlich

Antwerpen - Tote bei Wohnhäuser-Explosion © Bild: APA/AFP/BELGA/DIRK WAEM

Bei einer Explosion, die vermutlich durch Gas ausgelöst wurde, im Stadtzentrum von Antwerpen sind meherere Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden.

Das verheerende Unglück in einem Studentenviertel hatte am Vorabend drei Wohnhäuser zerstört und mehrere weitere Gebäude beschädigt. Die ganze Nacht durchkämmten Retter mit Suchhunden die Trümmer. Bis zum Morgen zogen sie sieben Überlebende aus dem Schutt. Zu ihnen gehörte auch eine dreiköpfige Familie, die mehrere Stunden ausharren musste.

Am Morgen wurden noch zwei Menschen vermisst, bevor zwei Leichen an der Unglücksstelle entdeckt wurden. Es war zunächst nicht klar, ob die Toten die beiden Vermissten waren, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Der Gesundheitszustand einer verletzten Person wurde als kritisch eingestuft, fünf Opfer waren schwer verletzt. Alle 14 Verletzten kamen laut Polizei ins Krankenhaus.

Über die Ursache der Explosion gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In einer auf Twitter verbreiteten Nachricht schloss die Polizei aber einen Terroranschlag aus. Der Rundfunksender RTBF berichtete, wahrscheinlich sei ein Gasleck Auslöser gewesen.

Die meisten Bewohner der zerstörten Häuser fanden nach Polizeiangaben Unterschlupf bei Verwandten. Zudem stellte die Stadtverwaltung Notunterkünfte in der Nachbarschaft zur Verfügung.

Bilder von der Unglücksstelle zeigten, dass die Explosion die Fassaden von drei aneinandergebauten Häusern nahezu vollständig wegriss. Das Gebiet wurde für die Rettungs- und Bergungsarbeiten weiträumig abgesperrt.

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