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Explosion im Kongo: Kind getötet und 32 UN-Blauhelme verletzt

Explosion möglicherweise von improvisierter Sprengfalle ausgelöst

Bei einer Explosion in der kongolesischen Großstadt Goma ist ein Kind getötet worden. Zudem wurden 32 Blauhelmsoldaten des indischen Truppenkontingents teils schwer verletzt, wie die UN-Mission am Dienstag mitteilte. Das getötete Mädchen sei etwa sechs bis acht Jahre alt.

Den UN-Truppen zufolge ist die Explosion möglicherweise von einer improvisierten Sprengfalle ausgelöst worden. Bisher gab es jedoch keine solchen Anschläge in der Provinzhauptstadt Goma.

Anwohner des Viertels Kyeshero sagten dagegen, einer der Blauhelmsoldaten habe aus Versehen eine Granate gezündet. Nach der Explosion protestieren demnach dutzende Menschen spontan gegen die Blauhelme.

Die rund 20.000 Mann starke UN-Friedenstruppe (Monusco) hilft bei der Stabilisierung des Kongos, vor allem im volatilen Osten des Landes. Dort sind immer noch zahlreiche Milizen aktiv, die um die Vorherrschaft und die Kontrolle über die reichen Mineralien der Region wie Gold, Kobalt oder Zinn kämpfen.

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