Expertentipps von

Wie man frischen Fisch erkennt

Vier hilfreiche und zuverlässige Tipps, damit man beim Fischkauf gute Ware erkennt

Frischer Fisch © Bild: Thinkstock

Fisch ist für viele ein fixer Bestandteil der Frühlings- und Sommerküche. Ob roh, gegrillt oder im Ofen gegart - Fische eignen sich für unzählige Zubereitungsmethoden. Allerdings müssen Qualität und Frischegrad stimmen. Elisabeth Aibler, Fischexpertin des führenden heimischen Fischhändlers Eishken Estate, gibt deshalb Tipps, worauf man beim Fischkauf achten muss.

1. Der Geruch
Der wahrnehmbarste und einfachste Indikator für die Frische des Fisches ist der Schnupper-Test. Frischer Fisch darf nicht nach sich selbst (also nach Fisch) riechen und schon gar nicht stinken. Penetrant fischiger und öliger Geruch deutet auf verdorbenes Fleisch hin! "An den Kiemen und der Bauchhöhle ist der Geruchstest am einfachsten vorzunehmen. Weht ein intensiv unangenehmer Duft entgegen, sollte man den Fisch lieber beiseitelegen", so Elisabeth Aibler über die olfaktorische Wahrnehmung. Frischer Fisch hingegen ist an seinem angenehm leichten Duft von Meer und Algen erkennbar.

2. Die Haut
Sowohl ganzer Fisch als auch Filets glänzen und haben einen leichten Schimmer, wenn sie frisch sind. Der leichte Schleim auf der Oberfläche der Haut sollte ebenso schillern und durchsichtig sein. "Um sicher zu gehen, dass der Fisch auch wirklich frisch ist, kann man ihn an der Hinterflosse festhalten. Hängt er widerstandslos runter, ist er vermutlich nicht mehr frisch", so die Expertin. Neben der visuellen Kontrolle, ist der F(r)ische-Test auch haptisch wahrnehmbar. Den Fisch mit dem Finger leicht andrücken – nimmt die Stelle innerhalb von Sekunden wieder seine ursprüngliche Form ein, ist er noch frisch. Aus hygienischen Gründen wird dies jedoch oftmals nicht gestattet. Dann am besten den Verkäufer bitten.

3. Die Augen
Ein weiteres Merkmal sind die Augen eines Fisches. Wenn sie klar, schimmernd und prall nach außen gewölbt sind, spricht dies für die Frische. Eingesunkene, matte und graue Augen hingegen sind Anzeichen für Überlagerung und damit auch auf Ungenießbarkeit. Finger weg!

4. Die Kiemen
Auch der Zustand der Kiemen sagt viel über die Frische von Fisch aus. Bei noch leuchtend roten, gut zu erkennenden und schleimlosen Kiemen kann man davon ausgehen, dass der Fisch noch frisch ist. Schleimige, verblasste und bräunliche Kiemen deuten demgegenüber auf Qualitätsverluste hin.

Zusätzlicher Tipp von Elisabeth Aibler: "Der Fischkauf sollte prinzipiell am Ende des Einkaufs stehen und am besten nur dann erfolgen, wenn der Fisch auch am selben Tag verzehrt wird. Kommt der Fisch jedoch nicht gleich auf den Teller, empfiehlt es sich ihn luftdicht und trocken tiefzukühlen. So bleiben Qualität und Geschmack erhalten und der Fisch ist monatelang haltbar."

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