Ewige Erzrivalen im Sportgeschäft: Adidas kann EM nützen, Puma steigt schlechter aus

Nicht der erhoffte Erfolg durch EURO 2008 für Puma Konkurrent Adidas sagt neuen Rekordgewinn voraus

Ewige Erzrivalen im Sportgeschäft: Adidas kann EM nützen, Puma steigt schlechter aus © Bild: apa/Schneider

Die Fußball-Europameisterschaft hat dem Sportausrüster Puma nicht den erhofften Erfolg gebracht. Der Überschuss im zweiten Quartal stieg nur um ein Prozent auf 45,6 Mio. Euro. Adidas konnte hingegen kräftig zulegen.

Pumas Nachbar und Erzrivale Adidas hatte die EM in glänzende Geschäfte umgemünzt und den Nettogewinn im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf 116 Mio. Euro gesteigert. Adidas stellte für 2008 zudem einen neuen Rekordgewinn in Aussicht.

Puma-Chef Jochen Zeitz ist viel vorsichtiger. Er sprach von einem anhaltend schwierigen Umfeld und bekräftigte, 2008 den Umsatz ohne Wechselkurseffekte um knapp zehn Prozent zu steigern. Eine Gewinnprognose wagte er nicht. Höhere Werbekosten zur EM und die Olympischen Spiele in Peking könnten die operative Marge drücken, warnte Puma. Die Auftragsbestände stiegen bis Ende Juni währungsbereinigt um neun Prozent auf 1,07 Mrd. Euro.

Schwieriger US-Markt
Eine Verbesserung spürte Puma auf dem wichtigen US-Markt. Dort fielen die währungsbereinigten Umsätze im zweiten Quartal nur noch um ein Prozent. "Die Umsatzentwicklung konnte gegenüber dem ersten Quartal verbessert werden und war deutlich besser als der Trend in den Auftragsbüchern." Wie Marktführer Nike kämpfen die deutschen Hersteller Puma und Adidas mit Einbußen in den USA, dem weltgrößten Sportartikelmarkt. Zu schaffen macht der Branche die Krise des US-Einzelhändlers Foot Locker. Dieser will Hunderte Läden schließen und baut Lagerbestände ab. Daher werden kaum neue Waren bestellt und Aufträge storniert.

Puma gehört zum Luxusgüterkonzern PPR mit Marken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Die Franzosen halten etwa 67 Prozent an Puma.

(apa/red)