Europäischer Union fehlt Draht zu Bürgern: Brüssel startet "Kommunikationsoffensive"

Mehr Geld für Informationskampagnen geplant Offensive Strategien angesichts der Europa-Wahlen

Europäischer Union fehlt Draht zu Bürgern: Brüssel startet "Kommunikationsoffensive" © Bild: AP/Mayo

Der EU-phorismus hält sich in Österreich bekannterweise in Grenzen. Was aus Brüssel kommt, seien es Gurkenkrümmungsrichtlinien oder Konfitürenverordnungen, wird tendenziell argwöhnisch betrachtet. Ob diese Skepsis vielleicht auch aus Unwissenheit rührt? Ein Insider der Europäischen Kommission ist überzeugt: "Die EU dringt mit ihren Nachrichten nicht zu ihren Bürgern."

Dass sich Bürger im Dschungel der EU kaum zurecht finden, ist gewiss auch ein Fehler der EU selbst, räumt der Kommunikations- verantwortliche der Kommission ein. Dieser Intransparenz und fehlenden Bürgernähe soll nun der Kampf angesagt werden. Mit der neuen "Going-Local-Policy" will man wieder näher an die Basis heran. So sollen künftig alle Möglichekeiten genützt werden, um Einblicke in die inneren Vorgänge der EU zu gewähren.

"Es müssen mehr Geld und mehr Informationen mit Europa-Bezug für lokale Medien verfügbar gemacht werden", heißt es. Auch angesichts der bevorstehenden Europa-Wahlen hofft man durch offensivere Strategien, die EU-Bürger zum Urnengang zu bewegen.

(red)