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Europäer urlaubten heuer verstärkt im Ausland

IPK: Auslandsreisen erhöhten sich zwischen Jänner und August um 5 Prozent

Die Europäer haben heuer in den ersten acht Monaten deutlich öfter außerhalb des eigenen Landes geurlaubt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Insgesamt etwas gebremst wurde die Reiselust allerdings durch den Anstieg der Öl- und Flugpreise, wie der CEO der IPK International, Rolf Freitag, erklärte. In der Vorjahresperiode hatten die Auslandsreisen der Europäer um 7 Prozent noch stärker zugelegt.

Spanien konnte heuer den Wachstumstrend der vergangenen Jahre nicht halten, als das Land die Alternative Nummer eins zur Türkei war. Die Urlauberzahlen stagnierten. Dafür kehrten die Touristen heuer massiv in die Türkei zurück - zwischen Jänner und August erhöhte sich die Zahl der Besucher dort um 30 Prozent, nachdem die Urlauber in den Jahren zuvor ausgeblieben und in andere Länder wie eben etwa Spanien gereist waren. "Trotz politisch unruhiger Zeiten hat es die Türkei offensichtlich geschafft, das Vertrauen der Urlauber zurückzuerobern", so der Senior Vice President Travel & Logistics der Messe Berlin, Martin Buck.

Auf hohem Niveau weiter zugelegt hat Griechenland, mit einem Besucherplus von 19 Prozent im Berichtszeitraum. Das Vereinigte Königreich (Großbritannien und Nordirland) wiederum verbuchte einen Rückgang von rund 3 Prozent.

Die Zahl der Reisen innerhalb Europas nahm zwischen Jänner und August um sechs Prozent zu. Amerika erholte sich als Zielregion von europäischen Touristen mit einem Plus von 1 Prozent, nachdem es im Jahr davor stagniert hatte. Nach Mexiko reisten heuer in den ersten acht Monaten um vier Prozent mehr Europäer als in der Vorjahresperiode, in die USA um 1 Prozent mehr.

Die Reisenden aus Europa hatten heuer auch deutlich mehr Urlaubsbudget - höhere Ausgaben und längere Aufenthalte ließen die Gesamtausgaben der europäischen Touristen heuer in den ersten acht Monaten um acht Prozent ansteigen.

Diese Ergebnisse gehen aus dem World Travel Monitor der Beratungsgesellschaft IPK International in Zusammenarbeit mit der ITB Berlin hervor, der auf repräsentativen Interviews von mehr als 500.000 Menschen in über 60 Ländern weltweit basiert.

Für das Reisejahr 2019 prognostiziert IPK International dem europäischen Auslandsreisemarkt ein weiteres Wachstum von 5 Prozent. Bei Deutschland, Europas größtem Herkunftsmarkt von Touristen, zeichne sich ein solider Zuwachs von etwa 4 Prozent ab. Besonders stark erhöhen sollen sich die Auslandsreisen vonseiten russischer Reisender - hier wird für das kommende Jahr ein überdurchschnittliches Plus von 7 Prozent prognostiziert.

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