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Europa League: Salzburg-
Trainer Hütter warnt vor Celtic

Schottischer Meister zuletzt mehrmals beobachtet - "Sind über Malmö zu stellen"

Salzburg und Trainer Adi Hütter. © Bild: APA/Helmut Fohringer

Salzburg-Trainer Adi Hütter hat dem kommenden Europa-League-Gegner Celtic Glasgow ein höheres Niveau als Malmö bescheinigt. "Uns erwartet eine Mannschaft, die nicht nur typisch schottischen Stil forciert, sondern auch gut Fußball spielen kann. Da sind gute und zweikampfstarke Spieler dabei und ich denke, sie sind über Malmö zu stellen", betonte Hütter vor dem Auftakt in die Gruppenphase am Donnerstag (19.00 Uhr im LIVE-Ticker auf NEWS.AT).

Beobachtet wurde Celtic mehrmals, Co-Trainer Zsolt Löw sah zuletzt das 2:1 gegen Aberdeen. Hütter erwartet gegen Celtic "einen harten Fight" und forderte eine Rückbesinnung auf vergangene Erfolgstugenden. "Sollte uns das gelingen, dann bin ich überzeugt, dass wir ein sehr gutes Spiel machen werden und gute Chancen haben, zu gewinnen."

Auch Kapitän Jonatan Soriano fordert nach drei Niederlagen in Folge eine Trendwende. "Wir müssen die letzten Spiele aus unseren Köpfen bekommen und uns ab sofort auf die Europa League konzentrieren. Wir stehen vor einer neuen Aufgabe und einer neuen Motivation", meinte der Spanier. Zuletzt hatte sein Team ob des Scheiterns im Anlauf auf die Königsklasse ein wenig demotiviert gewirkt.

Celtic-Coach schwärmt von Bullen-Pressing

Umgekehrt reist auch Celtic mit großem Respekt an. Vor dem Kräftemessen mit dem österreichischen Doublegewinner schwärmte Celtic-Coach Ronny Deila von der Spielweise der Mozartstädter. Das hohe Pressing der "Bullen" hat es dem norwegischen Betreuer angetan. "Sie spielen so, wie ich es gerne sehe", erklärte Deila und warnte: "Wir brauchen fitte Spieler, müssen stark bei Kopfbällen sein und sehr gut verteidigen." Österreichs Meister habe jahrelang an seinem speziellen System gearbeitet, sagte der 38-Jährige. "Jetzt spielen sie ein sehr aggressives Pressing."

Die bevorstehenden Partien gegen Salzburg sowie gegen Dinamo Zagreb und den rumänischen Club Astra Giurgiu sieht Deila als wichtigen Lernprozess für seine Mannschaft. "Wir freuen uns sehr darauf, das werden gute Erfahrungen für uns." Allerdings gab der Betreuer auch zu, dass bei seinem Club - ebenso wie bei Salzburg - noch die Enttäuschung über die verpasste Champions-League-Teilnahme spürbar ist. "Aber der nächstgrößere Bewerb ist die Europa League, also ist es fantastisch, hier dabei zu sein", betonte Deila.

Mäßiger Saisonbeginn der Schotten

Celtic war eigentlich schon in der vorletzten Quali-Runde für die "Königsklasse" mit einem Gesamtscore von 1:6 gegen Legia Warschau ausgeschieden, schaffte aber auf UEFA-Geheiß trotzdem den Einzug ins Play-off, weil die Polen in einer Partie einen gesperrten Kicker eingesetzt hatten. In der entscheidenden Runde kam dann gegen NK Maribor (1:1 auswärts, 0:1 daheim) das Aus.

Celtic gegen Legia.
© APA/EPA/Robert Perry Gegen Legia kam eigentlich bereits das Aus für Celtic.

Doch nicht nur auf internationaler Ebene setzte es für die "Bhoys" in dieser Saison Rückschläge. In der Meisterschaft liegt Celtic trotz der Abwesenheit des großen Stadtrivalen Rangers derzeit nur auf Rang vier, ist allerdings nach Verlustpunkten gerechnet gleichauf mit den drei davor platzierten Vereinen. Nach dem 2:1-Heimerfolg am Samstag gegen Aberdeen steht die Liga-Bilanz nach fünf Partien bei drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage.

Celtic im Umbruch

Auf den schottischen Spitzenclub warten Zeiten des Umbruchs: In der abgelaufenen Transferzeit wurden gleich 17 Spieler - darunter Goalie Fraser Forster um rund 12 Millionen Euro zu Southampton und Goalgetter Georgios Samaras ablösefrei zu West Bromwich - abgegeben. Dafür gab gegen Aberdeen der zuletzt schmerzlich vermisste Kapitän Scott Brown sein Comeback nach überstandener Muskelverletzung, außerdem feierten die Neuzugänge Stefan Scepovic, Aleksander Tonev und John Guidetti ihre Debüts für Celtic.

Insgesamt sieben Neue wurden im Sommer geholt, darunter auch der belgische Verteidiger Jason Denayer, der sich für die bevorstehende Europa-League-Saison viel vorgenommen hat. "Wenn wir 100 Prozent unseres Leistungsvermögens abrufen, können wir bis ins Finale kommen", behauptete der 19-jährige Leihspieler von Manchester City.

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