Rapid muss für die Liga kämpfen

Der fünfte Europacup-Startplatz ist in Gefahr. Punkte müssen dringend her.

In der Europa League konnte Rapid bislang noch nicht anschreiben. Die ersten Punkte der Saison im Auswärtsspiel bei Rosenborg Trondheim sind aber nicht nur für die Grün-Weiße-Seele wichtig. Es geht auch um den Erhalt des fünften Europacup-Startplatzes für die heimische Bundesliga.

von Christopher Trimmel im Spiel Rapid gegen Mattersburg © Bild: GEPA pictures/Kneisl

In der kommenden Saison geht ein Quintett aus der heimischen Bundesliga in den internationalen Bewerben an den Start, damit könnte es in der Spielzeit 2014/15 aber schon wieder vorbei sein. In der maßgeblichen UEFA-Fünfjahreswertung rutschte Österreich auf den 16. Rang ab - bis Saisonende müsste man zumindest auf Platz 15 stehen, um wieder fünf Vertreter nach Europa entsenden zu können.

Die Chancen dafür stehen jedoch ziemlich schlecht. Rapid benötigt aus den ausstehenden Partien gegen Rosenborg und am 6. Dezember daheim gegen Metalist Charkiw zumindest einen Zähler, damit der 15. Dänemark noch überholt wird. In diesem Fall müssten die beiden verbliebenen dänischen Vertreter Nordsjälland (Champions League) und FC Kopenhagen (Dänemark) aber ihre restlichen Spiele verlieren.

Das wahrscheinlichste Szenario
Wahrscheinlicher ist ein anderes Szenario: Wenn Rapid in Trondheim verliert und gleichzeitig ein dänischer Vertreter gewinnt sowie einer der beiden verbliebenen Vereine des 14. Schweiz (Young Boys Bern, FC Basel/jeweils EL) einen Punkt holt, ist die letzte Chance auf den fünften Europacup-Platz 2014/15 bereits am Donnerstag vertan.

Österreichs vier Vertreter im diesjährigen Europacup (Red Bull Salzburg, Rapid, Admira, Ried) holten bisher nur 1,75 Punkte für die Fünfjahreswertung. So schlecht war die Ausbeute zuletzt 2006/07 (1,5) gewesen.

Rapid ohne Hofmann und Ildiz
Verzichten muss Rapid in Trondheim auf Steffen Hofmann und Muhammed Ildiz. Der Kapitän soll nach überstandenem Muskelfaserriss am Freitag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob sich ein Comeback für das Gastspiel am Sonntag gegen die Admira ausgeht, ist noch offen. Bei dem zuletzt von Adduktorenproblemen geplagten Ildiz stehen die Chancen auf einen Einsatz in der Südstadt besser. Außerdem fehlen noch Boris Prokopic und Thomas Prager, die von Trainer Peter Schöttel nicht in den Kader berufen wurden.

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