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Ein guter Start muss her

Meister Sturm Graz bekommt zum Auftakt Besuch von Lokomotive Moskau

Europa League - Ein guter Start muss her © Bild: Reuters/Ebenbichler

Sturm Graz startet mit einem Heimspiel in die Europa League. Im Duell mit Lok Moskau gilt es, besser in die Gruppenphase zu finden als vor zwei Jahren, als es am 17. September 2009 in der UPC-Arena gegen Dinamo Bukarest zum Auftakt eine knappe 0:1-Niederlage gesetzt hatte. "Wir müssen schauen, dass wir gut in die Europa League reinstarten", sagte Patrick Wolf vor der Partie am Donnerstagabend (21.05 Uhr/live im NEWS.AT-Ticker).

Mit Goalie Christian Gratzei, Ferdinand Feldhofer, Manuel Weber, Andreas Hölzl und Samir Muratovic standen fünf aktuelle Sturm-Kicker auch damals am Feld. Zudem hatten im Verlauf des Bewerbs 2009/10 noch Martin Ehrenreich, Sandro Foda, Haris Bukva und Marvin Weinberger internationale Erfahrungen im Sturm-Dress gesammelt. Die Europa League ist also kein Neuland für die Truppe von Coach Franco Foda, insgesamt elf Kicker des aktuellen Kaders sind dort schon zum Einsatz gekommen, darunter Milan Dudic für Salzburg und Joachim Standfest für die Austria.

Für Sturm ist es das erste Duell mit dem Tabellenfünften der abgelaufenen Premjer-Liga-Saison. Lok hat sich aber schon in der Champions-League-Qualifikation in den vergangenen Jahren mit dem FC Tirol (3:1 daheim, 0:1 auswärts im Wiederholungsspiel), GAK (2:0 auswärts, 3:3 daheim) und Rapid (1:1 auswärts, 0:1 daheim) gemessen und ist dabei zweimal erfolgreich geblieben.

Portugiesisches Know-How
Der zweifache russische Meister wird seit Juli vom Portugiesen Jose Couceiro betreut. Der mit 48-Jährige war auch schon für den portugiesischen Topclub FC Porto als Trainer tätig und hat auch schon das portugiesische U21-Nationalteam sowie die Auswahl von Litauen gecoacht.

Lok hat international bereits beachtliche Erfolge gefeiert, 1998 und 1999 schaffte der 1923 als "KOR" (Klub Oktober Revolution) gegründete und 1936 in Lokomotiv Moskau umbenannte Verein den Halbfinal-Einzug im Cup der Cupsieger, in der Saison 2003/04 führte der Weg in der Champions League bis ins Achtelfinale.

National liegt der Hauptstadtclub derzeit nach 23 Runden mit 39 Punkten sieben Zähler hinter Zenit St. Petersburg auf Rang fünf. Ihre aktuelle Topform untermauerte die Couceiro-Truppe am Samstag mit einem 4:2-Heimsieg gegen den Tabellenführer. Nigeria-Teamstürmer Victor Obinna trug sich dabei einmal in die Schützenliste ein, der 24-Jährige ist neben dem russischen Internationalen Dimitri Sytschew für die Lok-Tore zuständig. In der Abwehr läuft beim fünffachen russischen Cupsieger (zuletzt 2007) alles beim slowakischen Teamspieler Jan Durica zusammen.

Die Grazer haben bisher erst zweimal Erfahrungen mit russischen Clubs gemacht: 1981 gewannen sie in der ersten UEFA-Cup-Runde das Heimspiel gegen ZSKA Moskau mit 1:0 und stiegen trotz des Auswärts-1:2 auf. 1998 verloren sie in der Champions-League-Gruppenphase zu Hause gegen Spartak Moskau mit 0:2, auswärts gab es ein torloses Remis.